Der Charles-Lindbergh-Platz wurde neu gestaltet. Foto: factum/Bach

Der Charles-Lindbergh-Platz auf dem Flugfeld ist fertig – und soll künftig auch als temporäre Veranstaltungsfläche genutzt werden.

Böblingen - Der US-amerikanische Pilot Charles Lindbergh war ein Pionier, dem im Jahr 1927 ein Nonstop-Flug von New York nach Paris und damit die erste Alleinüberquerung des Atlantiks gelang. In Böblingen wird zwar nur ein Platz eröffnet, der den Namen des berühmten Mannes trägt, doch die beiden Oberbürgermeister von Sindelfingen und Böblingen sehen durchaus Parallelen zu dem Namensgeber.

„Mit der Erschließung des Flugfeldes haben die Investoren hier ebenfalls Pionierarbeit geleistet“, betont der Sindelfinger Oberbürgermeister Bernd Vöhringer bei der offiziellen Eröffnungsfeier des Charles-Lindbergh-Platzes auf dem Flugfeld. Und auch der Böblinger Oberbürgermeister Stefan Belz zieht den Vergleich: „Charles Lindbergh hat zwei Kontinente miteinander verbunden – so wie das Flugfeld unsere beiden Städte miteinander verbindet.“ Daher sei es passend, dass der größte Platz am Flugfeld den Namen des Pioniers trägt. Von Sindelfingen aus kommend erblickt man den Platz als erstes, wenn man nach Böblingen hineinfährt.

Platz nach historischem Vorbild gestaltet

Der Charles-Lindbergh-Platz, der zwischen der Wolfgang-Brumme-Allee und dem V8-Hotel liegt, ist im vergangenen September fertig gestellt worden. „Die Sogwirkung des Flugfeldes wird verstärkt durch die Attraktivität dieses Platzes“, ist sich Stefan Belz sicher. 1,5 Millionen Euro hatte sich der Zweckverband Flugfeld Böblingen/Sindelfingen die Verschönerung kosten lassen.

In zwei Bauabschnitten wurde der Platz von April 2017 an in seine jetzige Form gebracht. Dabei bildete die ehemalige kreisförmige Vorfahrt des historischen Tower-Gebäudes aus den späten 1920er Jahren die Grundlage für die Planung. Das Zentrum des Platzes bildet nun wieder eine kreisrunde Rasenfläche, von der aus strahlenförmig Wege abgehen. Für den 7250 Quadratmeter großen und 130 Meter langen Platz wurden rund 3000 Quadratmeter Betonpflaster, 700 Tonnen Asphalt und 2400 Quadratmeter Schotter verwendet.

Temporäre Veranstaltungsfläche

Noch wirkt der Platz etwas kahl und die 15 neu gepflanzten Bäume spenden noch keinen Schatten. Doch künftig soll der Ort direkt neben der Motorworld einen weiteren Anziehungspunkt für Passanten, Autofahrer und Radfahrer bilden. Und auch in dem Vier-Sterne-Hotel V8, das im vergangenen Jahr auf dem Flugfeld eröffnet hat, müssen die Gäste nicht länger auf einer Baustelle begrüßt werden.

„Ich bin zuversichtlich, dass es bald ein belebter Platz sein wird“, sagt Belz. Denn dieser sei auch als temporäre Veranstaltungsfläche gedacht. Für die Bewohner des Flugfeldes solle dadurch eine noch größere Identifikation mit ihrem Wohnort geschaffen werden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: