Am Samstag gibt’s vor allem Wolken, aber auch Sonne und Regen. Auch am Sonntag ist sich das Wetter nicht ganz sicher, was es will. Foto: dpa

Die Wetterveränderungen am Sonntag werden vor allem Wetterfühligen und Wetterempfindlichen Probleme machen. Wann mit einer Besserung zu rechnen ist und was ein Professor zur Vorbereitung empfiehlt.

Stuttgart - Die Wetteraussichten zum Wochenende versprechen bis zu 25 Grad am Samstag, auch wenn die Sonne nur selten zum Vorschein kommen soll und es ab und zu regnen kann. Am Sonntag gibt’s von allem etwas: Morgens bis zu 30 Grad und Sonne, nachmittags sind sogar Gewitter möglich. Wappnen sollten sich daher vor allem die Wetterfühligen und Wetterempfindlichen unter uns.

Bis Samstagabend werde man die Veränderungen nur leicht spüren, sagt Andreas Matzarakis vom Deutschen Wetterdienst in Freiburg und spricht von einer leichten Gefährdung. Die Veränderungen können für alle spürbar sein. Schlimmer soll es am Sonntagvormittag werden. „Vor allem bei den Wetterempfindlichen kann der Wetterumschwung am Vormittag die Symptome dann verstärken“, so Matzarakis. Symptome können etwa Migräne, Asthma, Herz-Kreislauf-Probleme oder Schmerzen in den Gelenken sein. Aber auch Schlafprobleme können auftreten.

Besserung gegen Nachmittag- aber nicht ganz weg

Im Laufe des Sonntags soll es wieder besser werden, ganz verschwinden werden die Symptome aber eher nicht. In Baden-Württemberg seien die Auswirkungen der veränderten Wetterbedingungen aber schwächer zu erleben. Stärker betroffen davon seien der Norden und der Westen des Landes, erklärt Matzarakis.

„Generell“, so Matzarakis, „unterteile man die Menschen was die Wetterempfindlichkeit angeht, in drei Gruppen.“ Wetterreagierende, das sind alle. Dann gibt es Wetterfühlige, darunter fallen ungefähr die Hälfte der Menschen und dann sind da noch die Wetterempfindlichen. Die haben meist eine längere Krankheitsgeschichte und durch mehrere Operationen oft stärkere Beschwerden.

Auch bei den Symptomen wird in verschiedene Gruppen gegliedert, verrät Matzarakis: Es gibt Herzkreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel Asthma und Erkrankungen des Bewegungsapparats wie Rheuma.

Helfen kann nur langfristige Abhärtung

Was man gegen die Symptome tun kann? Da rät Professor Matzarakis vor allem zur langfristigen Vorbereitung. „Kurz vorher kann man eigentlich nichts mehr machen, das wäre zu kurz.“ Und empfiehlt, sich abzuhärten- etwa mit regelmäßigen Saunagängen, Kneippbädern und Wechselduschen.

„Das Wetter ist aber nicht an allem schuld“, erklärt Professor Matzarakis. „Es bringt das Fass nur zum Überlaufen.“ Vorstellen kann man sich das wie in einem Glas: Da ist neben dem Wetter auch der gesundheitliche Zustand, die Fitness, Stress, die hormonellen Bedingungen und natürlich auch die Ernährung drin. Man kann also etwas tun gegen die Wetterempfindlichkeit.

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