Bilanz beim Cannstatter Volksfest Vier Millionen Gäste beim Jubiläumsvolksfest – Weniger Straftaten

Von red/dpa 

Da strahlen Festzeltwirte und Schausteller um die Wette: Der Jubiläumswasen erfüllt alle ihre Wünsche. Und auch die Polizei ist zufrieden: Gab es am Ende historisch wenig Straftaten?

Stuttgart - Das Cannstatter Volksfest hat in seinem Jubiläumsjahr mehr als vier Millionen Besucher auf den Stuttgarter Wasen gelockt. Die Erwartungen wurden mehr als erfüllt, wie die Veranstalter am Freitag zwei Tage vor dem Abschluss des vor 200 Jahren gegründeten Volksfestes berichteten. Und auch die Polizei ist glücklich: Die Straftaten sind im Vergleich zum Vorjahr erneut um acht Prozent zurückgegangen, allein beim Diebstahl ging es rauf.

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Schon im Vorjahr war der Wasen historisch friedlich. Die nochmal verbesserten Zahlen begründete Jörg Schiebe, Leiter des zuständigen Polizeireviers Cannstatt, mit der seit einigen Jahren erhöhten Präsenz nicht nur an den Zugängen, sondern auch auf dem ganzen Platz. „Und die Besucher begrüßen das auch. Sie sagen uns, dass sie sich dadurch sicherer fühlen. Und dann können sie hier friedlich und fröhlich feiern.“

Rückläufig seien die Straftaten in fast allen Bereichen, berichtete Schiebe: So gab es weniger sexualisierte Gewalt, weniger Körperverletzungen - aber leicht mehr Diebstahl von Handys oder Jacken. Aber noch liege ja ein Wochenende vor seinen Leuten: „Abgerechnet wird zum Schluss.“

Hoffnung auf eine Fortführung des Historischen Volksfests

Der Wasen war am 28. September eröffnet worden, auf den Tag genau 200 Jahre nach der Premiere. Eine historische Ausgabe zur Feier dieses Jubiläums auf dem Schlossplatz im Stadtzentrum hatte vom 26. September bis 3. Oktober rund 600 000 Menschen angelockt. Zudem kamen gut 210 000 Menschen zum 100. Landwirtschaftlichen Hauptfest als Ursprung des Wasens.

Ob es nach dem Erfolg des Historischen Volksfests künftig auf dem Wasen eine historische Ecke - ähnlich der „Oide Wiesn“ beim Münchner Oktoberfest - geben wird, soll bis zum Jahresende geklärt werden, sagte Andreas Kroll, Geschäftsführer des Veranstalters „in-stuttgart“. Die Wiesn war vergangenes Wochenende mit einer vergleichbaren Bilanz zu Ende gegangen: 6,3 Millionen Besucher feierten dort - bei knapp neun Prozent weniger Straftaten.

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