Schlechte Laune trotz endgültig gesicherten Klassenverbleibs: der Möhringer Trainer Jörg Elser. Foto: Baumann

Die Spvgg Möhringen und der SV Vaihingen wissen nach dem 29. Spieltag endgültig, was Sache ist.

Filder - Das war’s dann also. Während an der Tabellenspitze die Meisterschaftsentscheidung zwischen dem TSV Weilimdorf und NAFI Stuttgart auf den letzten Spieltag vertagt ist, können zwei Filderteams in der Fußball-Bezirksliga für diese Saison den Deckel drauf machen. Beide haben nun auch rechnerisch endgültig das Ergebnis, an dem sich schon zuvor nicht mehr ernsthaft zweifeln ließ: Der SV Vaihingen steigt ab in die Kreisliga A – dorthin, wo er letztmals vor 28 Jahren auf Punktejagd war. Und die Spvgg Möhringen hat den Klassenverbleib geschafft. Freilich: zum Lachen war dem Trainer Jörg Elser, der zugleich die beiden ersten Neuzugänge vermelden kann, am Sonntag dennoch nicht zumute.

„Gespielt wie im Basketball“

Im Gegenteil. Elsers Laune war schlecht. Und das hatte nur bedingt damit zu tun, dass bei dem Coach in der Woche zuvor ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert worden war und ihn der schmerzende Rücken in seinem Bewegungsdrang hinderte. Der Hauptgrund: die Leistung seiner Mannschaft. „Es ist sehr enttäuschend, was wir geboten haben“, sagt Elser. „Immer nur nebenher gelaufen, körperlos gespielt wie im Basketball“ – so stand unterm dem Strich beim seinerseits noch tief im Abstiegskampf steckenden TV Zuffenhausen eine 1:2-Niederlage, welche allerdings aufgrund der anderen Ergebnisse und in Anbetracht der Tatsache, dass die Mitstreiter Bonlanden II und Münster sich beim Saisonfinale die Punkte im direkten Duell streitig machen werden, zur nun definitiven Rettung reicht.

Ein krachender Volleyschuss von Thomas Brodbeck zum zwischenzeitlichen Ausgleich stellte das einzige Möhringer Highlight dar. Ansonsten war Elsers Vorgabe, noch einmal Vollgas zu geben, um den von ihm erhofften einstelligen Tabellenplatz anzusteuern, offensichtlich auf taube Ohren gestoßen. Und so auch wurde nichts aus der ordentlichen Verabschiedung der Leistungsträger Olivier Mendi und Manuel Klopfer. Beide bestritten ihr zumindest auf längere Sicht letztes Spiel im Möhringer Trikot – am nächsten Wochenende sind sie privat verhindert.

Klopfer geht, zwei andere kommen

Mendi kehrt wie berichtet in seine Heimat Frankreich zurück. Bei Klopfer dagegen steht inzwischen fest, dass es ihn vom Beruf her für ein halbes Jahr nach Südkorea verschlägt. Des Weiteren bricht der Ersatzkeeper Felix Hegemann (zurück nach Nordrhein-Westfalen) seine Zelte an der Hechinger Straße ab. Demgegenüber meldet sich ein anderer als Wiedereinsteiger an: Moritz Breucker (25, Mittelfeld) hat seine Studienzeit in Portugal beendet und einen Job in Leinfelden gefunden – das passt fürs Comeback in Möhringen. Außerdem fix: Christopher Müller wechselt vom Zollern-Bezirksligisten SV Dotternhausen zum Filderclub. In dem 26-jährigen Defensivallrounder, der auch schon in der Landesliga spielte, sieht Elser „eine richtig gute Verstärkung“. Auch Müller zieht es beruflich in den Raum Stuttgart.

Vaihinger „Slapstick“

Unterdessen will der SV Vaihingen in seinem Kader bis Mitte dieser Woche Klarheit haben, wer bleibt und wer geht. Anders gesagt: wer für das Unternehmen sofortiger Wiederaufstieg zur Verfügung stehen wird. Einstweilen, in der noch aktuellen Runde, setzte sich die Pleiten-Pech-und-Pannen-Serie fort. Auch im letzten Heimspiel reichte es nicht zum ersehnten ersten Sieg im Kalenderjahr. Unter dem Strich stand gegen den SSV Zuffenhausen ein 3:4 – dies trotz einer frühen Zwei-Tore-Führung durch Aladin Mahmutovic und den Heimaturlauber Simon Gubisch. Dann kippte die Partie. Erst ein vom Torhüter Henri Dieterle verursachter Foulelfmeter, dann ein 40-Meter-Gewaltschuss des Gegners in die Dreiangel, dann ein missratener Klärungsversuch – Max Winkel beförderte den Ball ins eigene Netz.

Napolitano sagt: „Irgendwie Slapstick. Alles wie gehabt.“ Ein Spiel noch. Gut, dass es nun zu Ende geht.

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