Slobodan Konjevic gibt jetzt bei den Fellbacher Regionalliga-Basketballern die Richtung vor. Foto: Patricia Sigerist

Die Fellbacher Verantwortlichen trennen sich von Christopher Ferguson. Beim 68:82 gegen die SG Mannheim steht bereits sein Nachfolger an der Seitenlinie: Slobodan Konjevic.

Fellbach - Das Heimspiel gegen die SG Mannheim sollte eigentlich ein Befreiungsschlag werden, nun sind die Basketballer des SV Fellbach mit einer 68:82-Niederlage noch tiefer in den Abstiegsstrudel der Regionalliga gerutscht. In der Tabelle belegt das Team, das unter dem Namen Rewe Aupperle Fellbach seine Spiele bestreitet, nur noch den vorletzten Platz. Dieser könnte bei ungünstigem Verlauf in der übergeordneten Pro B, der dritthöchsten Spielklasse, am Saisonende den Abstieg bedeuten. Die Wende zum Besseren soll in den verbleibenden sieben Spielen ein neuer Cheftrainer schaffen, der schon am Sonntag seine Premiere an der Seitenlinie absolviert hat: Der 50 Jahre alte Slobodan Konjevic, in Kroatien geboren und in Serbien aufgewachsen, hat die Nachfolge des am Donnerstag entlassenen US-Amerikaners Christopher Ferguson angetreten.

Seit eineinhalb Jahren hatte er losen Kontakt zu Slobodan Konjevic, der schon länger in Fellbach lebt

„Wir sind Chris sehr dankbar für sein Engagement im Verein, aber wir mussten handeln. Er hatte zuletzt einen Großteil der Mannschaft verloren“, sagt der Abteilungsleiter Andreas Tsiminos und benennt den Hauptgrund für den Wechsel. Offenkundig wurden die Probleme bereits im Dezember mit dem Abgang des Routiniers Marco Schlafke, der mit Christopher Ferguson gar nicht zurechtkam. In den vergangenen Wochen wurde laut Andreas Tsiminos das Murren größer, insbesondere bei Akteuren aus dem eigenen Nachwuchs, die lange Auswärtsfahrten mitmachten, um 40 Minuten lang auf der Ersatzbank zu schmoren. „Die Trainingsbeteiligung wurde immer schlechter, die Unzufriedenheit immer größer“, sagt Andreas Tsiminos, der dann mit seinem Stellvertreter Dario Hadasija nach dem Donnerstagstraining Christopher Ferguson über die Entlassung informierte.

Den Nachfolger für den US-Amerikaner, der erst Ende Oktober das Zepter von Jens Leutenecker übernommen hatte und eine Bilanz von vier Siegen und sieben Niederlagen aufweist, hat Dario Hadasija gefunden. Seit eineinhalb Jahren hatte er losen Kontakt zu Slobodan Konjevic, der schon länger in Fellbach lebt. „Er war bei jedem Heimspiel in der Halle und kannte die Mannschaft bereits sehr genau“, sagt Andreas Tsiminos über den A-Lizenz-Inhaber, der in der Saison 2005/2006 die Männer des MTV Stuttgart in der zweiten Liga angeleitet und seither kein Traineramt in Deutschland mehr bekleidet hatte.

Die Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Mannheim konnte der Neue bei seiner Premiere nicht verhindern. Ausschlaggebend war das dritte Spielviertel, das die Gastgeber mit 11:29 abgaben. „Von den verbleibenden sieben Spielen können wir noch fünf gewinnen, und vier davon sollten wir gewinnen“, sagt Andreas Tsiminos. Rewe Aupperle Fellbach: Sermokas (16), Ristau (16), Sagadin (11), Ljutic (11), Steinort (5), Rotim (4), Gil Fuentes (3), Arbinger (2), Kumtepe, Franz.

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