Wolfgang Schneider trägt seit 40 Jahren Bart – dieses Bild stammt von 2013. Foto: Leif Piechowski

Wolfgang Schneider aus dem Rems-Murr-Kreis ist zum sechsten Mal Bartweltmeister in der Kategorie „Natural Moustache“. Wir haben ihn gefragt, welche Geheimnisse hinter seinem Premium-Schnurrbart stecken.

Oppenweiler - Bei der Bart-Weltmeisterschaft in Austin (Texas) hat ein Mann aus Oppenweiler den Sieg in der Kategorie „Natural Moustache“ errungen: Der natürliche Schnurrbart von Wolfgang Schneider überzeugte die Jury nun schon zum sechsten Mal. „Diese Disziplin ist eine von sechs unterschiedlichen Schnurrbart-Arten bei der Weltmeisterschaft. Beim Natural Moustache darf kein Haarlack oder Haarspray verwendet werden“, erklärt Schneider im Gespräch mit unserer Zeitung. Seinen Bart bringt er mit den Fingern in Form.

Der 61 Jahre alte IT-Ingenieur trägt laut eigenen Angaben seit rund 40 Jahren einen Bart – „das ist einfach ein individuelles Erkennungszeichen“, findet er. Mit 19 Jahren ließ er sich erstmals das Gesichtshaar stehen. Der Grund war damals US-Schauspieler Tom Selleck – auch bekannt als schnauzbärtiger Fernseh-Privatdetektiv Thomas Sullivan Magnum. „Er war mein Vorbild“, erzählt Schneider.

Wie man(n) seinen Bart-Typ findet

Mit Ende 20 hat Schneider sich auch einmal einen Vollbart stehen lassen – „da bin ich aber einfach nicht der Typ dafür.“ Überhaupt es wichtig, den eigenen Barttyp zu finden: „Ruhig einmal alles stehen lassen und schauen, welche Bartart am besten aussieht. Es muss schließlich auch zum Gesicht passen.“

Bis es so weit ist und man(n) seinen persönlichen Bart-Stil gefunden hat, ist aber jede Menge Geduld gefragt: „Würde ich meinen Bart heute abrasieren, würde es vier Jahre dauern, bis er wieder aussähe wie heute“, so Schneider.

Wie der Weltmeister seinen Bart pflegt

Was die Pflege angeht, lässt der Bartweltmeister nur wenige Produkte an sein heiliges Gesichtshaar. Im Unterschied zu anderen Bartträgern verwendet er nie Spray oder Lack – „deswegen bin ich im Bad auch nach zehn Minuten mit meinem Bart fertig“, verrät er. Die Pflege sei dennoch wichtig: „Ich rasiere mich nass, der Bart wird jeden Tag gewaschen. Zur Pflege eignet sich zum Beispiel ein Babyshampoo, anschließend vielleicht eine Spülung.“ Auch Bartöl könne man durchaus empfehlen – „dadurch wird der Bart pflegeleichter.“

Wer wie Wolfgang Schneider besonders stolz auf seinen Bart ist und regelmäßig an Wettbewerben teilnimmt, der kann sich mit Gleichgesinnten zusammenschließen. Schneider ist seit 15 Jahren Mitglied im Bart-Club Belle Moustache. Der Verein sitzt in Leinfelden-Echterdingen – „das ist der Club für den Großraum Stuttgart“, so Schneider. Die Bartfans treffen sich regelmäßig, geben sich gegenseitig Tipps zu Veränderungen an der Bartpracht und tauschen sich über die bestmögliche Pflege aus.

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