Ein Schwimmlehrer soll sich an mehreren Kindern vergangen haben (Symbolbild). Foto: dpa-Zentralbild

Einem ehemaligen Schwimmlehrer wird vorgeworfen, dass er mindestens 40 Kinder in seinem Unterricht sexuell missbraucht haben soll, teilweise soll er die Taten sogar gefilmt haben. Im September beginnt der Prozess.

Baden-Baden - Ein ehemaliger Schwimmlehrer, der mindestens 40 Kinder im Unterricht missbraucht haben soll, muss sich vom 19. September an vor Gericht verantworten. Das teilte das Landgericht Baden-Baden am Mittwoch mit. Zuvor hatten die „Badischen Neuesten Nachrichten“ berichtet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 33-Jährigen schweren sexuellen Missbrauch von Kindern in sechs Fällen und sexuellen Missbrauch in 195 Fällen vor.

In einigen Fällen beschuldigt sie den Mann aus Baden-Baden außerdem der Nötigung, der Herstellung kinderpornografischen Materials und der Körperverletzung. Neben einer Gefängnisstrafe fordert die Anklagebehörde auch eine Sicherungsverwahrung.

Der Schwimmlehrer soll sich an 40 Mädchen im Alter von vier bis zwölf Jahren an verschiedenen Orten in Baden vergangen haben - teilweise filmte der 33-Jährige den Missbrauch im Schwimmunterricht demnach sogar mit einer Unterwasserkamera.

Zwischen Oktober 2015 und bis kurz vor seiner Festnahme im September 2017 sollen sich die Missbrauchsfälle im Raum Rastatt, Baden-Baden, Achern und Lörrach ereignet haben. Der Beschuldigte ist in Untersuchungshaft. Das Landgericht hat bis Ende Oktober neun Prozesstage bei der Jugendschutzkammer angesetzt. Der Prozess wird wohl zum Schutz der Kinder in weiten Teilen nicht öffentlich verhandelt.

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