Symbolbild Foto: Pascal Thiel

Der Ausbau der Bundesstraße 14 zwischen Leutenbach-Nellmersbach und Backnang kann weiter gehen. Es fehlen aber immer noch rund 70 Millionen Euro, um die Straße um Backnang herum bis zum Autobahnzubringer nach Mundelsheim vierspurig auszubauen.

Backnang - Das Christkind hat die B 14 nicht vergessen“, sagt Norbert Barthle, der Backnanger CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale In­frastruktur. Knapp eine Woche vor Weihnachten gebe es aus Berlin „noch einmal richtig gute Nachrichten für Backnang und die ganze Raumschaft“, heißt es in einer Pressemitteilung des Politikers. Sein Chef, der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), habe für den Ausbau der Bundesstraße 14 zwischen Leutenbach-Nellmersbach und Backnang jetzt weitere 29 Millionen Euro freigegeben.

Nach den zehn Millionen Euro, die in diesem Sommer bewilligt wurden, zeige der Bund jetzt „klipp und klar“, dass ihm der vierspurige Ausbau der B 14 sehr wichtig sei. Die grün-rote Landesregierung dagegen habe das Bauprojekt „leider nur in die dritte Kategorie abgestuft, das hätte noch Jahre lange Wartezeit bedeutet“, sagt Barthle. Die Bundesregierung habe sich „einmal mehr über diese ideologisch geprägte Priorisierung hinweggesetzt, um im Interesse der Menschen vor Ort die Belastung durch Lärm und Abgase rasch zu verringern“.

Der Weiterbau der B 14 solle voraussichtlich im April kommenden Jahres in Angriff genommen werden, hieß es bei der Bewilligung der zehn Millionen Euro in diesem Sommer. Die zehn Millionen reichen vermutlich nur für den Ausbau der Straße bis zur Ampelkreuzung bei Backnang-Waldrems. Um die gesamte Straße um Backnang herum bis zum Autobahnzubringer in Richtung Mundelsheim auszubauen fehlen nun – nach der Freigabe der 29 Millionen – laut einer Auskunft von Barth­les Mitarbeiter Edmund Gödde immer noch rund 70 Millionen Euro. Wie weit die Bundesstraße nun mit den zusätzlichen 29 Millionen Euro ausgebaut werden kann, das könne er leider nicht sagen.

Der Backnanger Oberbürgermeister Fran Nopper (CDU) jedenfalls erklärt mit Blick auf die weiteren 29 Millionen Euro: „Das ist eine wahrhaft frohe weihnachtliche, geradezu himmlische Botschaft aus Berlin für den ganzen Backnanger Raum.“ Frei nach Friedrich Schiller rufe er dem Bund und dem Land zu: „Frisch also, mutig und hurtig ans B-14-Werk.“

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