So präsentiert sich der Rapper Azet auf der Webseite des Stuttgarter Hip-Hop-Labels Chimperator. Foto: Screenshot/Chimperator

Im April 2018 wurde der kosovo-albanische Rapper aus dem Gefängnis entlassen, kein Jahr später löst er in Bad Cannstatt einen Polizeieinsatz aus. Mit Körperverletzung oder Drogenhandel, was ihn damals hinter Gitter brachte, hatte das aber nichts zu tun.

Stuttgart - Eine Fan-Aktion des Rappers Azet hat am Freitag einen Polizeieinsatz in Bad Cannstatt ausgelöst. Die Polizei musste mit mehreren Beamten für Ordnung sorgen und Verkehrsmaßnahmen einleiten, nachdem gegen 17.25 Uhr mehrere Hinweise eingegangen waren, dass die Bahnhofstraße durch ein Großen Auflauf von Jugendlichen blockiert sei. Als Grund dafür stellte sich eine über soziale Netzwerke verbreitete Fan-Aktion des 25-jährigen Rappers heraus, der vom Dach eines Kleinwagens aus Fanartikel verteilte.

Es kursiert ein Video im Netz, das die Fan-Aktion zeigt:

Nachdem der Musiker von der Polizei zum Verlassen der Szenerie bewogen werden konnte, entspannte sich die Lage zunächst. Als die Fans jedoch bemerkten, dass er sich später in einem Lokal an der Seelbergstraße aufhielt, verlagerte sich der Menschenauflauf nach dort. Erneut war die Polizei gefragt. Aus Gründen der Sicherheit für die etwa 300 Fans veranlasste sie bis 19.30 Uhr Verkehrssperrungen, die laut den Beamten jedoch zu keinen nennenswerten Behinderungen führten.

Wegen Drogenhandel und Körperverletzung verurteilt

Azet wird vom Stuttgarter Hip-Hop-Label Chimperator promoted. Der Rapper mit kosovo-albanischen Wurzeln aus Dresden ist ein Mitglied der Rap-Crew KMN Gang. Im Oktober 2015 wurde er wegen Drogenhandel und Körperverletzung zu zwei Jahren acht Monaten Haft verurteilt. Sein 2018 erschienenes Debütalbum „Fast Life“ schaffte es in den deutschen Albumcharts auf Platz Eins.

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