Bezirksvorsteher Peter Beier (links) überreicht Bernd Hegner die Landesehrennadel und dankt dessen Frau Irene, dass sie ihrem Mann den Rücken freigehalten hat. Foto: Mathias Kuhn

Bezirksvorsteher Peter Beier überreichte Bernd Hegner, dem Geschäftsführer des TSV Uhlbach, die Landesehrennadel für sein ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Funktionen.

Uhlbach - Die Jubilarehrungen des TSV Uhlbach waren vorüber, da bat Bezirksvorsteher Peter Beier „kurz“ ums Wort. Erst nach dem er einen Auszug eines Gedichts von Wilhelm Busch über das Ehrenamt verlesen hatte, verriet er den wahren Grund seiner Rede. Er habe die große Ehre im Namen des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, die Ehrenadel des Landes an einen Anwesenden verleihen zu dürfen. Er machte es spannend. Die Zuschauer in der voll besetzten Schul- und Mehrzweckhalle rätselten und auch der TSV-Vorsitzende Paul-Otto Weber, sein Stellvertreter Andreas Dobers und Geschäftsführer Bernd Hegner schauten verdutzt. Erst als Beier einige Meilensteine der Biografie des Geehrten vorlas, ahnten die Zuhörer, wem die Ehre zuteil wird: Er spielte von 1971 bis 1978 in der ersten Fußball-Mannschaft des TSV. Ein Höhepunkt aus dem Jahr 1975 ist ihm und vielen Zuschauern von damals in Erinnerung: das Spiel gegen den VfB Stuttgart zur Einweihung des Sportplatzes. Die Ehrenamts-Vita beginnt ebenfalls in den 70er-Jahren. Beim Bau des Vereinsheims half er aktiv mit, trainierte die C-Jugend und war stellvertretender Abteilungsleiter der Fußballabteilung.

Der Mann für viele Aufgaben

Die meisten wussten spätestens zu dem Zeitpunkt bereits: Es geht um Bernd Hegner. 20 Jahre lang war er Gruppenleiter der Fußball-AH. In den 90er-Jahren begann seine „Karriere“ im Ehrenamt für den Gesamtverein. Von 1997 bis 2005 war er Beisitzer im Hauptausschuss, wurde 2005 der zweite Vorsitzende und übte das Amt bis 2018 aus. Zeitgleich übernahm er 2013 auch das Amt des Geschäftsführers. In dieser Funktion war Hegner – mit Unterstützung seiner Frau Irene – der Mann für viele Aufgaben. „Er war und ist oft bis kurz vor Mitternacht in der Geschäftsstelle und kümmert sich um alles“, meinte Paul-Otto Weber. In sein Aufgabenfeld gehören der Schrift- und Zahlungsverkehr, Kursplanung und Meldungen an die Minijobzentrale. Er hält die Verbindung zum Württembergischen Landessportbund, zu den Trainern, Übungsleitern, Platzwarten und Reinigungskräften, bereitet Veranstaltungen vor und ist für die Vereinsmitteilungen zuständig.

In den vergangenen Monaten konnte er sich zudem einen Bauhelm aufsetzen. „Als ehrenamtlicher Bauleiter“ wirkte er beim Bau der neuen Schul- und Mehrzweckhalle und dem Erwerb der vereinseigenen Räumlichkeiten mit und gab manchen Rat. Die neue Geschäftsstelle samt Teeküche, Toiletten, Seminar- und Abstellräume für das Archiv und für Sportgeräte konnten in der neuen Halle untergebracht werden. Hegner konnte bei dem Jahrhundertprojekt auf die Erfahrung voriger Projekte zurückgreifen. So gingen in seiner Zeit als Geschäftsführer der Bau der Wärmerückgewinnungsanlage für den Sporttrakt, die Erneuerung des Tennisplatzes, die Renovierung der Vereinsgaststätte und die Inbetriebnahme der neuen Flutlichtanlage erfolgreich über die Bühne.

„Voll engagiert beim TSV, wie seine liebe Ehefrau, gibt er stets alles, bringt sich ein. Oh, welch ein Glück für den Verein!“, reimte Beier treffend auf das 40-jährige Engagement des Ehepaares.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: