Laura Siegemund ermöglicht ihrer Gegnerin sage und schreibe 24 Breakchancen. Foto: Getty

Die Stuttgarter Tennisspielerin Laura Siegemund ist gegen die Serbin Jelena Jankovic beim 1:6, 6:1, 4:6 in der ersten Runde der Australian Open ausgeschieden. Für Siegemund, die Aufsteigerin der Vorsaison, bedeutet dies bereits die dritte Auftaktniederlage in 2017.

Melbourne - Es ist sicherlich keine Schande, gegen eine ehemalige Nummer eins der Tenniswelt zu verlieren. Reichlich ärgerlich ist die Niederlage mit 1:6, 6:1 und 4:6 der in Stuttgart-Heslach wohnenden Tennisspielerin Laura Siegemund in der ersten Runde der Australian Open aber schon. Schließlich ist die 28-Jährige als Nummer 26 im Match gegen die ungesetzte Serbin Jelena Jankovic die Favoritin gewesen – trotz der großen Erfolge Jankovics in der schon etwas zurück liegenden Vergangenheit.

Jankovic revanchierte sich mit ihrem Sieg in der verbissen geführten Partie nach mehr als zweieinhalb Stunden für das Vorjahres-Aus gegen Siegemund an gleicher Stelle. Die in Metzingen trainierende Vorjahresfinalistin des Porsche Tennis-Grand-Prix von Stuttgart ist damit als erste von sieben deutschen Tennisspielerinnen beim ersten Grand Slam des Jahres ausgeschieden. Denn Julia Görges, die nun in Rune zwei auf Jankovic trifft, war zuvor beim Majorturnier in Down Under ebenso weiter gekommen wie die Qualifikantin Mona Barthel.

Siegemund macht zu viele eigene Fehler

Gegen Jankovic verlor Laura Siegemund ein bisschen auch gegen sich selbst. So unterliefen ihr bei Temperaturen von 30 Grad insgesamt 58 unerzwungene Fehler. Insgesamt ermöglichte die Deutsche ihrer Gegnerin 24 Breakchancen – und verlor so trotz eines Zwischenhochs im zweiten Satz die Partie verdient.

Nach dem verwandelten Matchball der Rivalin Jankovic schleuderte die 28-jährige frustriert ihren Schläger weg. Es war bereits die dritte Erstrunden-Niederlage in 2017 für die in Filderstadt geborene Siegemund, die in der Vorsaison einen starken Aufstieg bis in die Spitze der Tenniswelt vollzogen hatte. Von Platz 90 der Weltrangliste war sie zwischenzeitlich bis an Position 29 geklettert, hatte rund 800 000 US-Dollar an Preisgeld eingestrichen. Das war doppelt so viel wie in den Jahren der gesamten Karriere zuvor.

Immerhin darf Laura Siegemund trotz ihres Leistungstiefs auf einen Einsatz in der ersten Runde des Fedcups hoffen. Dort trifft das deutsche Team von Bundestrainerin Barbara Rittner vom 10. bis 12. Februar auf Haiwaii auf Gastgeber USA, das möglicherweise von den Williams-Schwestern Serena und Venus vertreten wird. Da die deutsche Nummer eins Angelique Kerber aufgrund von Reisestrapazen abgesagt hat, könnte Siegemund neben Julia Görges und Andrea Petkovic nominiert werden.

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