München ist mindestens eine Wochenend-Reise wert. Foto: München Tourismus / Jörg Lutz

Ein bisschen Kultur, gutes Essen und Trinken und natürlich Bier – unsere Tipps für einen Kurztrip in die Weltstadt mit Herz.

Die Bayerische Landeshauptstadt gehört zu den beliebtesten Zielen der Baden-Württemberger für Kurzreisen – Kunststück, es ist ja auch nicht weit. Auch wer sich in München schon gut auskennt, findet vielleicht noch die eine oder andere Überraschung. Denn an der Isar gibt es einiges zu entdecken.

 

Anreise und vor Ort mobil

Kaum zwei Stunden braucht man ab Stuttgart mit dem Zug nach München. Die Anreise mit der Bahn ist nicht nur klimafreundlich, sie schont die Nerven (Stichwort Stau am Aichelberg. . .) und spart Geld (Parken in München ist teuer). Tipp: Vorab zu Hause die App der Münchner Verkehrsbetriebe aufs Smartphone laden. Die einfach zu bedienende Anwendung lokalisiert den ortsunkundigen Nutzer, weist den besten Weg mit den Münchner Öffis von A nach B – und wer eine Bezahlfunktion hinterlegt hat, kann auch gleich das nötige Ticket erwerben. www.bahn.de, www.mvv.de

Unterkunft

Die Auswahl ist groß. Wer Luxus sucht, ist im Bayerischen Hof mitten in der Stadt (www.bayerischerhof.de) oder im Andaz in Schwabing (www.schwabinger-tor.de) bestens untergebracht. Für Designfans: Hotel Cortiina beim Hofbräuhaus (www.cortiina.com) oder 25Hours Hotel Royal Bavarian gegenüber dem Hauptbahnhof (www.25hours-hotel.com). Gut und relativ günstig sind die Ketten Cocoon Hotels (https://cocoon-hotels.de) oder H’Otello Hotels (https://hotello.de), die jeweils mehrere Häuser in der Stadt betreiben.

Blick vom Olympiaturm Foto: Hamann

Aussichtsreich

Erst mal einen Überblick verschaffen? Dann „aufi“ auf den Olympiaturm. Aus einer Höhe von 190 Metern hat man die beste Aussicht auf München (www.olympiapark.de). Auch dem Münchner Wahrzeichen, der Frauenkirche, kann man aufs Dach steigen. Auf dem Südturm gibt es eine Aussichtsplattform (www.muenchner-dom.de). Keine Angst: auch hier gibt es einen Aufzug – jedenfalls fast bis ganz oben.

Ein Prost auf München! Ein schönes Helles geht immer. Foto: München Tourismus/Christian Kasper

Bier, Bier, Bier

München ist der Himmel für Fans des Brauwesens. Bei schönem Wetter gibt es wunderbare Biergärten wie den Königlichen Hirschgarten (https://hirschgarten.de) oder den Ausschank am Chinesischen Turm im Englischen Garten ( www.chinaturm.de).

Wenn es kalt und trüb ist, kann man in einem Brauhaus einkehren. Ein Klassiker ist das Augustiner Stammhaus auf Münchens Shoppingmeile, der Kaufinger Straße (www.augustiner-restaurant.com). Hier gibt es sehr gute Küche und das beste Bier von München. Uralt und dennoch ein Geheimtipp: Zum Dürnbräu, (www.zumduernbraeu.de), gegründet 1487. Das Wirtshaus liegt versteckt im sogenannten Tal am Rand der Altstadt.

Die schokoladenüberzogene Stielkirsche ist die Spezialität im Café Luitpold. Foto: Hamann

Für Schleckermäuler

Das Café Luitpold in der Brienner Straße wurde 1888 eröffnet. In dem Kaffeehaus lernte Thomas Mann seine Frau Katia Pringsheim kennen. Die Künstlerkolonie „Der Blaue Reiter“ soll hier gegründet worden sein. Auch wer sich für diese Art von kulturell bedeutsamen Ereignissen nicht interessiert: Die Stielkirsche, das berühmteste Produkt der hauseigenen Confiserie, schmeckt ausgezeichnet (www.cafe-luitpold.de). Wer gerne Süßes mag sollte außerdem im Café Maelu (https://maelu.de) auf der Theatiner Straße vorbeischauen – die Törtchen und Macarons sind himmlisch!

Im Deutschen Museum gibt es Live-Experimente. Foto: Hamann

Ein bisschen Bildung, bitte

München verfügt über zahlreiche Museen, in denen man sich tagelang aufhalten kann. Unsere Top 3: Das Deutsche Museum. An der größten naturwissenschaftlich-technischen Schau der Welt führt kein Weg vorbei (www.deutsches-museum.de). Designfreunde zieht es in die Neue Sammlung (https://dnstdm.de), die sich im selben Gebäude wie die Pinakothek der Moderne befindet. Zeitgeistig und modern: Das MUCA ist Deutschlands erstes Urban-Art-Museum und befindet sich im alten Umspannwerk in der Hotterstraße (www.muca.eu).

Die „Endlose Treppe“ von Olafur Eliasson. Foto: Hamann

Kunst im öffentlichen Raum

Der Künstler Olafur Eliasson hat einige Kunstwerke geschaffen, die man in München einfach so und ohne Eintritt zu bezahlen ansehen kann. Zum Beispiel die „Endlose Treppe“ im Innenhof der Firma KPMG im Westend (Ganghoferstraße 29A), die schwebende Spiralkugel „Sphere“ im Einkaufszentrum Fünf Höfe oder das „Wirbelwerk“ im Foyer des Lenbachhauses.

Früher Ausflugsdampfer, heute Kneipe: Die „Alte Utting“. Foto: Hamann

Darauf einen Drink

Seit 1982 betreibt Altmeister Charles Schumann die nach ihm benannte Bar, mittlerweile ist die Cocktail-Kultstätte von der Maximilianstraße an den Hofgarten umgezogen (www.schumanns.de). Wer es alternativ mag, wird die „Alte Utting“ lieben. Das Lokal befindet sich in einem alten Ausflugsdampfer vom Ammersee, den man an Land geholt und auf eine stillgelegte Eisenbahnbrücke in München-Sendling gehievt hat. Kein Witz. (https://alte-utting.de).

Wie in der Serie „Babylon Berlin“ fühlt man sich im 30er-Jahre-Ambiente der Goldenen Bar im Haus der Kunst. Und die Drinks sind auch gut (www.goldenebar.de).