Rhabarber Foto: dpa

Dienstag ist Rezepttag. Irmhild Gassmann sendet uns ein Rezept für englischen Rhubarb Crumble.

Stuttgart - Dienstag ist Rezepttag. Leserin Irmhild Gassmann aus Stuttgart ist nicht ganz einverstanden mit dem Hinweis aus der vergangenen Woche, dass Rhabarber für Nicht-Schwaben ein saures Gemüse bleibt und nicht zum Kuchenbacken verwendet wird. Sie schreibt: „Rhabarberkuchen in den verschiedensten Formen gibt es nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch in Frankreich oder England. Nachstehend darf ich Ihnen ein ganz köstliches Rezept für einen englischen Rhubarb Crumble anbieten.

Eine feuerfeste Form wird gut mit Butter ausgestrichen, darauf kommt (2–3 cm hoch) geschälter, in kleine Stücke geschnittener roher Rhabarber, der mit Zucker bestreut wird (die Menge richtet sich nach der Größe der Form). Darüber kommt ein Streusel aus jeweils der gleichen Menge Mehl, Zucker und Butter mit einer kleinen Prise Salz – auch die Menge des Streusels richtet sich nach der Größe der Form; er soll den Rhabarber jedenfalls gut bedecken. Die Form kommt bei 180 Grad in den Backofen, bis der Streusel hellbraun gebacken ist, dann ist auch der Rhabarber gar. Am besten schmeckt der Crumble warm mit einer kalten Vanillesoße oder mit Vanilleeis. Man kann diesen Kuchen übrigens auch mit Äpfeln, Aprikosen, Himbeeren oder Stachelbeeren machen.“

Von Leserin Elfriede Moderau aus Stuttgart stammt diese Geschichte aus dem Jahr 1932: „An einem schönen Sommertag machte unsere Familie (Vater, Mutter und vier Kinder) einen Ausflug zur Bärenhöhle. Vor dem Höhleneingang stand ein leibhaftiger, mannsgroßer Eisbär mit zottigem Fell und begrüßte jeden Besucher mit Handschlag, indem er seine große Pranke reichte. So einen Eisbären hatten wir Kinder bisher nur im Zoo gesehen, und so standen wir voller Bewunderung vor ihm. Es war ein sehr heißer Tag, und offenbar wurde es dem Bären auch zu heiß in seinem Fell. Plötzlich lupfte er seine Kappe, und der Kopf des Mannes, der im Bärenfell steckte, wurde sichtbar. Unsere jüngste vierjährige Schwester Lore starrte fassungslos auf den Bären, dann rannte sie zum Vater und rief: ,Vadder, dr Bär hot scheint’s en Mann g’fressa!‘“ Der schwäbische Spruch des Tages lautet: „Die moint au, se häb Milch em Hafa, ’s scheint aber bloß dr Mond drei’ nei‘!“

Schreiben Sie uns: Zentralredaktion, Postfach 10 44 52, 70039 Stuttgart, ­Stichwort: Schwäbisch, Fax: 07 11 / 72 05 - 73 09; E-Mail: land@stn.zgs.de