Rolf Hohl trinkt seinen Trollinger am liebsten in seinem Garten. Foto: Annina Baur

Rolf Hohl ist der ehemalige Chef der Hauptfeuerwache und in acht Vereinen aktiv. Sich selbst bezeichnet er als Vollblut-Cannstatter. Tief verwurzelt ist Hohl im Sommerrain, wo er auch seinen Trollinger am liebsten trinkt.

Bad Cannstatt - Was wäre Bad Cannstatt ohne seine Bewohner. In einer Serie stellen wir Cannstatter Persönlichkeiten vor, sprechen mit Ihnen über Privates, aber auch Aktuelles.
Herr Hohl, was darf es für Sie sein, Wein oder Wasser?
Wein natürlich! Wasser ist für mich in erster Linie zum Löschen da. Es ist eines der wichtigsten Löschmittel der Feuerwehr und natürlich gegen den Durst. Zum genießen gibt es Wein, am liebsten einen Trollinger mit Lemberger.
Wenn Sie in Ihren Kalender schauen, was steht in der kommenden Woche an?
Nächste Woche geht es zum Skifahren mit der Kriminalpolizei. Das machen wir schon seit 30 Jahren, es stammt noch aus meiner aktiven Zeit als Chef der Hauptfeuerwache, als ich auch Verbindungsmann zur Polizei war. Außerdem laufen schon viele Vorbereitungen. Zum Beispiel muss ich mich um die neue Tribüne für den Volksfestumzug kümmern, da muss schon alles bestellt werden und es gibt viele Formalitäten zu erledigen. Wenn ich am Freitag zurückkomme geht es gleich zur Singstunde des Gesangvereins Sommerrain. Im Maibaumverein stehen Gespräche wegen der Aufstellung des Maibaums an. Und natürlich gilt es im Frühjahr, das Haus und den Garten auf Vordermann zu bringen. Es gibt viel zu tun.
Sie sind in Untertürkheim aufgewachsen. was hat Sie in den Sommerrain verschlagen?
Mein Vater hat in der Ziegelei gearbeitet und ist 1952 mit Sack und Pack in den Sommerrain gezogen und hat hier gebaut. Und ich lebe im Sommerrain, seit ich fünf bin. Außerdem bin ich in der St.-Anna-Klinik geboren, die damals noch Merz-Klinik hieß – also ich bin ein Vollblut-Cannstatter.
Was gefällt Ihnen besonders gut an Bad Cannstatt?
Mir gefällt besonders gut, dass es noch einen richtigen Dorfcharakter hat, obwohl es der einwohnerzahlenmäßig größte Stuttgarter Stadtbezirk ist. Das trifft übrigens auch auf den Sommerrain zu. Der Sommerrain ist ein richtiges Dorf mit allen Vorzügen der Stadt: Wir haben eine gute Infrastruktur, sind an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und doch kennen sich die Menschen. Die Vereine arbeiten gut zusammen, das hat mir auch in meiner aktiven Zeit als Feuerwehrchef in Bad Cannstatt immer gut gefallen.
Auch wenn Sie Cannstatt lieben, gibt es auch etwas, das Ihnen nicht so gut gefällt und das verbessert werden könnte?
Mit der Sanierung des historischen Rathauses ist ein guter Anfang gemacht worden, die Altstadt zu verschönern. In den Gassen drum herum könnte man noch einige Schätze ausgraben und viele mehrere Hundert Jahre alte Häuser restaurieren. Außerdem muss die Renaturierung des Neckar voran getrieben werden. Vielleicht kann man dann in Bad Cannstatt ja eines Tages sogar baden. Ich mag alte Gebäude, bin ein Nostalgiker. Das sieht man ja auch an der Einrichtung meines Hauses. (lacht)
Trinken Sie dann vielleicht auch ihren Trollinger mit Lemberger am liebsten in einem der urigen Lokale in der Altstadt?
Oh es gibt viele tolle kleine, schnucklige Lokale in den Gassen Bad Cannstatts. Aber am allerliebsten genieße ich meinen Trollinger mit Lemberger mit Freunden in meinem Garten im Sommerrain.
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