Dieter Jauch freut sich auf Weihnachten im Familienkreis. Foto: Annina Baur

Nach mehr als 30 Jahren verlässt Dieter Jauch die Wilhelma. In Bad Cannstatt hat er sich stets wohl gefühlt und mag besonders den Wochenmarkt und die netten Lokale.

Was wäre Bad Cannstatt ohne seine Bewohner. In einer neuen Serie stellen wir Cannstatter Persönlichkeiten vor, sprechen mit Ihnen über Privates, aber auch über Aktuelles.
Herr Jauch, was darf es für Sie sein, Wein oder Wasser?
Im Zweifel Wein. Ich trinke gerne einen Riesling oder auch Trollinger aus der Gegend. Aber immer zusammen mit Wasser, damit man nicht zu viel erwischt.
Wenn Sie in Ihren Kalender schauen, was steht in der kommenden Woche an?
Ich freue mich darauf, Weihnachten zusammen mit der Familie in meiner Heimat am Rand des Schwarzwalds zu feiern. Am Heiligen Abend und am ersten Weihnachtsfeiertag gehen wir gemeinsam in die Kirche. Danach wird mit der Verwandtschaft gut gegessen. An Heiligabend gibt es traditionell einen bunten Heringssalat mit Kartoffeln und Äpfeln. Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir flexibler und machen entweder Ente, Gans oder Truthahn mit guten Beilagen wie Kastanien.
34 Jahre sind Sie nun bereits in unterschiedlichen Funktionen in der Wilhelma tätig. Was hat Sie denn damals nach Bad Cannstatt gezogen?
Die Wilhelma war mir schon immer ein Begriff. Außerdem interessiere ich mich von jeher für Fische. Also habe ich mich natürlich beworben, als damals die Stelle des Aquarienkurators ausgeschrieben war. Zehn Jahre lang habe ich das Aquarium betreut, danach bin ich Direktor der gesamten Anlage geworden.
Was gefällt Ihnen außer der Wilhelma an Bad Cannstatt?
Bad Cannstatt ist ein schöner Stadtteil, der alles bietet, was man zum angenehmen Leben braucht. Das beginnt beim Flair und geht weiter bei den netten Menschen. Ich habe mich vom ersten Moment an wohl gefühlt. Cannstatt war meine Heimat und ist es in gewisser Weise immer noch. 19 Jahre habe ich in der Wilhelma gewohnt. Von dort aus ist man schnell über den Neckar in der Altstadt mit der schönen Stadtkirche und dem wunderschönen Wochenmarkt, auf den ich heute noch gerne gehe, obwohl ich inzwischen in Waiblingen wohne.
Was gefällt Ihnen nicht so gut und was könnte verbessert werden?
Ich finde es schade, dass manche alteingesessenen Geschäfte aus der Altstadt verschwunden sind und infolge vor allem Brillen-, Handy- und Kebabläden nachgerückt sind. Das kann dazu führen, dass die Stadt etwas verödet. Dafür gibt es aber inzwischen in Bad Cannstatt mehr nette Lokale als früher.
Apropos Lokale: Wo trinken Sie ihren Riesling am liebsten?
Am allerliebsten daheim.
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