Vier Menschen kamen bei einer Drogenrazzia auf den Philippinen ums Leben. (Symbolbild) Foto: Petrovich12 - Adobe Stock

Der Anti-Drogenkrieg des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte fordert weiter Opfer. Bei einer Razzia kam nun auch ein dreijähriges Mädchen ums Leben. „Shit happens“ kommenterierte ein Senator das junge Opfer.

Manila - Polizisten haben bei einer Drogenrazzia auf den Philippinen ein dreijähriges Mädchen getötet. Das Kind war nach Angaben der Polizei am Sonntag (Ortszeit) in eine Schießerei zwischen mutmaßlichen Drogendealern und Polizeibeamten geraten. Bei der Razzia in der Stadt Rodriguez östlich der Hauptstadt Manila starben außerdem zwei mutmaßliche Drogendealer und ein Zivilpolizist.

Die Polizei teilte mit, der Vater der Dreijährigen habe das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffnet und dabei seine Tochter als Schild vor sich gehalten. Die Mutter des Kindes dementierte dies. Der Senator Ronald Dela Rosa bezeichnete den Tod des Kindes als „Kollateralschaden“. „Shit happens“, sagte er am Donnerstag zu Journalisten - also etwa „sowas passiert“ oder „dumm gelaufen“. Im Zuge der Untersuchung der Vorfälle wurden 20 Polizeibeamte von ihrem Dienst suspendiert.

Im sogenannten Krieg gegen Drogen, den Präsident Rodrigo Duterte nach seiner Wahl 2016 ausgerufen hatte, wurden nach offiziellen Zahlen bereits mehr als 6600 Menschen getötet.

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