OB Boris Palmer zeigt Bundespräsident Joachim Gauck (rechts) und dem baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (inks) seine Stadt. Die Universitätsstadt Tübingen bewirbt sich bei der Unesco um den Titel Weltkulturerbe. Foto: dpa

Einstimmiger Beschluss des Gemeinderats - Anerkennung nicht vor Mitte der 2020er Jahre.

Tübingen - Tübingen bewirbt sich bei der Unesco um den Titel Weltkulturerbe. Dies beschloss der Gemeinderat der Universitätsstadt am Montagabend einstimmig. Tübingen strebt den Titel nach Auskunft der Stadtverwaltung gemeinsam mit Marburg in Hessen mit dem Konzept „Die Universitätsstadt als kultureller Raum“ an. „Es geht um die enge Verbindung zwischen Stadt und Universität in allen Facetten: das geistige Erbe mit der baulichen und schriftlichen Überlieferung zu kombinieren“, sagte ein Sprecher.

Kabinett entscheidet über Bewerbung

Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Ich habe von Marburg von der Möglichkeit einer seriellen Bewerbung erfahren und war von der Idee, dies gemeinsam mit Marburg zu machen, begeistert. Wir müssen das Land Baden-Württemberg noch davon überzeugen und ich bin zuversichtlich, dass das klappen wird.“

Eine serielle Bewerbung, wie dies im Fall Tübingens und Marburgs der Fall ist, steht nicht in Konkurrenz zu anderen Vorschlägen der Bundesländer. Fest steht bereits, dass Baden-Württemberg die Albhöhlen mit der Eiszeitkunst vorschlagen wird. Im Gespräch ist auch Baden-Baden.

Das in Baden-Württemberg für Denkmalschutz zuständige Wirtschaftsministerium muss Titelanwärter empfehlen. Das Kabinett entscheidet, welche Vorschläge bei der Kultusministerkonferenz eingereicht werden. Die Frist hierfür läuft am 1. August ab. Selbst wenn Tübingen alle Hürden nehmen sollte, wäre mit einer Anerkennung als Weltkulturerbe nicht vor Mitte der 2020er Jahre zu rechnen.

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