Der britische Physiker Stephen Hawking ist einer der bekanntesten ALS-Betroffenen. Bei ihm verläuft die Krankheit sehr langsam. Was ALS genau ist, lesen Sie hier. Foto: dpa

Im Zuge der ALS "Ice Bucket Challenge" schütten sich derzeit auch viele Prominente Wasser über den Kopf. Zweck der Aktion ist es, auf die unheilbare Krankheit ALS aufmerksam zu machen. Doch was ist ALS eigentlich für eine Erkrankung?

Im Zuge der ALS "Ice Bucket Challenge" schütten sich derzeit auch viele Prominente Wasser über den Kopf. Zweck der Aktion ist es, auf die unheilbare Krankheit ALS aufmerksam zu machen. Doch was ist ALS eigentlich für eine Erkrankung?

Berlin/Stuttgart - Seit Monaten grassiert die "Ice Bucket Challenge" (Eiseimer-Herausforderung) durch die sozialen Netzwerke, seit ein paar Wochen macht sie auch Schlagzeilen. Prominente und Nicht-Prominente schütten sich für einen guten Zweck Eiswasser über den Kopf und fordern drei weitere Person dazu auf, es ihnen gleichzutun. Ziel der Aktion ist es, Spendengelder für die Erforschung der Krankheit ALS zu sammeln.

Die Bandbreite der "Übergossenen" reicht von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Ex-Präsident George W. Bush über Microsoft-Gründer Bill Gates bis hin zu Helene Fischer. Kai Diekmann etwa hat Christian Wulff nominiert. Auch Spieler vom VfB Stuttgart habe sich für den guten Zweck nass gemacht. Der Nominierte hat dann 24 Stunden Zeit die Herausforderung anzunehmen und ein Video ins Netz zu stellen.

Die Aktion soll auf die unheilbare Nervenkrankheit ALS aufmerksam machen und Spenden für die Erforschung der seltenen Erkrankung sammeln. Ursprünglich sollte nur der spenden müssen, der sich nicht übergießt, doch zumindest die prominenten Teilnehmer greifen nicht nur zum Kübel, sondern auch zum Geldbeutel. Damit ist das Kürzel ALS nun in aller Munde. Lesen Sie hier alles Wissenswerte über die Krankheit.

Was ist ALS für eine Erkrankung?

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) führt zur Zerstörung der Nervenzellen im Gehirn und im Rückenmark, die für die Motorik im Körper zuständig sind. Die führt zu fortschreitenden Muskellähmungen. Die Krankheit ist bisher nicht heilbar.

Was bedeutet das für die Betroffenen?

Die Betroffenen können sich im Verlauf der Erkrankung nicht mehr bewegen, sie haben Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen und Atmen. Das Bewusstsein und der Intellekt bleiben aber in der Regel intakt.

Wie hoch ist die Lebenserwartung?

Etwa die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb der ersten drei Jahre. Nur in Ausnahmefällen leben sie länger als ein Jahrzehnt mit der unheilbaren Krankheit. Die Todesursache ist meist Atemlähmung.

Wie kommt es zum Ausbruch der Krankheit?

Über die genauen Ursachen und Mechanismen der Nervenkrankheit ist wenig bekannt. Die meisten Fälle treten spontan auf, nur bis zu zehn Prozent familiär gehäuft.

Welche Personengruppe ist besonders betroffen?

Am häufigsten erkranken Menschen im Alter von 50 bis 70 Jahren, Männer etwas häufiger als Frauen. In Deutschland gibt es etwa 6000 ALS-Patienten. Etwa zwei bis drei Menschen von 100.000 Einwohnern erkranken pro Jahr neu daran.

Gibt es prominente Betroffene?

Der britischen Physiker Stephen Hawking leidet an einer langsamen Verlaufsform der Krankheit. Der deutsche Künstler Jörg Immendorff starb 2007 an ALS.

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