Femke Stoltenberg (re./Allianz MTV Stuttgart): Guter Block Foto: Baumann

Allianz MTV Stuttgart hat seine Heimpremiere gegen den VC Wiesbaden mit 3:0 gewonnen. Doch wie beim Bundesligastart in Schwerin taten sich Suttgarts Volleyballfrauen phasenweise schwer.

Stuttgart - Im ersten Satz musste das Team um Kapitän Kim Renkema stets einem Rückstand herlaufen. Beim 22:24-Zwischenstand hatten sich die 1500 Zuschauer bereits mit dem Satzverlust arrangiert. Doch mit Zuspielerin Valerie Nichol im Aufschlag und Renata Sandor im Angriff wehrte das Stuttgarter Team erst zwei Satzbälle ab und nutzte eiskalt den ersten eigenen.

Da war er wieder, der Kampfgeist, der vergangene Saison zum Pokalsieg und zur Vizemeisterschaft geführt hatte. „Für mich sind Aufschläge das Leichteste am Spiel. Der Ball, das Netz und ich. Ich muss mich auf niemanden verlassen“, erklärte Valerie Nichol, die mit einer ähnlich wichtigen Serie am Ende des dritten Satzes erst ihrer Mannschaft den Sieg sicherte und dann zur wertvollsten Spielerin der Partie gewählt wurde. „Und sie hat nicht nur durch ihren Aufschlag überzeugt“, sagte Trainer Guillermo Naranjo Hernández, „es ist die Art und Weise, wie sie das Team bewegt, führt, lenkt.“

Noch hat sich keine Stammformation herauskristallisiert

Die Suche nach der Stammformation ist längst nicht beendet. Die Amerikanerin blieb nach ihrer Einwechslung am Ende des ersten Satzes auf dem Feld. Vize-Europameisterin Femke Stoltenborg musste auf der Bank Platz nehmen. „Aber das ist ja auch viel einfacher für mich. Ich habe die Vorbereitung mitmachen können und Femke eben nicht“, erklärte Nichol.

Learning by doing, lernen durch handeln – die einzige Chance, die Stuttgarts Volleyballfrauen haben, nachdem die verschiedenen Nationalspielerinnen aufgrund der Europameisterschaft erst kurz vor Saisonbeginn zur Mannschaft stießen. Nur sechs Trainingseinheiten blieben dem Trainerteam Guillermo Naranjo Hernández/Giannis Athanasopoulos bis zum Ligaauftakt beim Schweriner SC.

Der Findungsprozess des um sieben Neuzugänge veränderten Teams muss auf dem Spielfeld stattfinden, obwohl bereits am 28. Oktober die Premiere in der Champions League bei Azzerail Baku in Aserbaidschan stattfindet. „Es gibt noch viel zu tun“, seufzte Headcoach Hernández. Am Samstag geht das Lernen weiter – um 18 Uhr bei VT Aurubis Hamburg.

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