In Frankfurt-Bockenheim steht die erste und bisher einzige Aldi-Mini-Filiale Deutschlands (Symbolbild). Foto: dpa

Die Aldi-Mini-Filiale in Frankfurt-Bockenheim ist als Übergangslösung entstanden. In Großstädten, in denen die Ladenfläche begrenzt ist, könnte das Konzept aber dauerhaft Erfolg versprechen.

Frankfurt-Bockenheim - Eigentlich sollte die Aldi Süd-Filiale in Frankfurt-Bockenheim schließen. Jetzt ist dort die erste Aldi-Mini-Filiale entstanden, berichtet Chip.de. Was erst eine Übergangslösung war, könnte jetzt das Erfolgskonzept für Großstädte werden. Denn: Das Sortiment der Filiale ist zwar begrenzt, die Anwohner wollen aber offenbar lieber eine kleine als gar keine Filiale.

Das Problem in Frankfurt-Bockenheim: Die Ladenfläche ist deutlich kleiner als in anderen Filialen. Auf 500 Quadratmeter werden hier Lebensmittel verkauft. Laut Chip.de verfügen Aldi-Süd-Filialen im Schnitt über eine Einkaufsfläche von über 1200 Quadratmeter. Weil Aldi Süd das Sortiment erweitert und die Filialen umbaut, sollte der Posten in Frankfurt-Bockenheim geschlossen werden.

Aldi ist zu Kompromissen bereit

Da hatte der Discounter die Rechnung allerdings ohne die Anwohner gemacht. Die wollten ihren Aldi nicht einfach aufgeben und protestierten gegen die Schließung – mit Erfolg, wie die Frankfurter Rundschau berichtete. Nun steht dort die erste und bisher einzige Aldi-Mini-Filiale, in der nur rund 80 Prozent des üblichen Sortiments angeboten wird.

Die Filiale in Frankfurt-Bockenheim könnte zukünftig nicht die einzige Mini-Filiale bleiben. Gegenüber der Lebensmittelzeitung sagte Stefan Kimmel, Geschäftsführer der Region Butzbach, Aldi sei zu Kompromissen bereit, um in Großstädten Kunden zu erreichen. „Wir sehen bei uns in der Region Potenzial für den ein oder anderen Standort in dieser Machart“, so Kimmel.

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