In Baden-Württemberg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 508,9 (Symbolbild). Foto: dpa/Christian Charisius

Bundesweit sinkt die Inzidenz deutlicher als noch am Vortag. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt leicht. Damit werden zwei Tage infolge geringere Inzidenzen verzeichnet. Hier geht es zu den aktuellen Daten.

Stuttgart - Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenzen bundesweit und landesweit täglich neue Höchstwerte erreichten, sinken die Zahlen der Neuinfektionen weiter. Die Inzidenzen sinken zum zweiten Mal infolge. Der Wert liegt bei 442,9 (Vortag: 452,2).

Baden-Württemberg meldet 508,9 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am Vortag lag die Inzidenz noch bei 511,5. Nur eine Region in Stuttgart liegt in der Inzidenz leicht über der 500er-Marke.

In diesem Beitrag veröffentlichen wir die aktuellsten Zahlen zur Entwicklung des Infektionsgeschehens. Wir greifen dafür auf Daten des Robert-Koch Instituts sowie des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg zurück. Stand der Daten: 1. Dezember, 10.00 Uhr.

Die aktuellen Coronaregeln

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus sind bundesweit nicht mehr an die Inzidenz gebunden, sondern an die Lage in den Krankenhäusern. Während die tagesaktuelle Rate der zuletzt ins Krankenhaus eingewiesenen Covid-19-Patienten systematisch zu niedrig angegeben wird, ist die Zahl der von Coronapatienten belegten Intensivbetten ein zuverlässiger Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems.

In Baden-Württemberg gibt es neben der Basisstufe drei Stufen für verschärfte Maßnahmen gegen das Coronavirus. Sind zwei Werktage in Folge mehr als 250 Intensivbetten belegt, greift die Warnstufe – es gilt die 3-G-Regel für die meisten Bereiche des öffentlichen Lebens, allerdings müssen Ungeimpfte einen PCR-Test vorweisen. Bei mehr als 390 belegten Intensivbetten gilt die Alarmstufe mit 2 G. Nichtgeimpfte sind dann von etlichen Aktivitäten ausgeschlossen.

Sofort nach der Einführung gilt in Baden-Württemberg die neue, höchste Alarmstufe II. Sie wird bei einer landesweiten Intensivbettenauslastung von 450 Coronapatienten ausgerufen. In der Alarmstufe II gilt dabei in der Regel 2 G oder 2 G plus; Zutritt haben also nur Geimpfte und Genesene (2 G), die unter Umständen auch einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen müssen (2 G plus).

Das folgende Schaubild zeigt die Belegung der Intensivbetten in Baden-Württemberg mit Covid-19-Patienten:

Zusätzlich gibt es lokale Maßnahmen in besonderen Coronahotspots. Wenn in einem Stadt- oder Landkreis die Inzidenz über 500 steigt, gelten für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene Ausgangsbeschränkungen in der Zeit zwischen 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Genauere Informationen zu den aktuellen Regeln und Ausnahmen gibt es hier.

Corona-Infektionen in Deutschland und Baden-Württemberg

Die per Labortest bestätigten Neuinfektionen bleiben eine wichtige Kennziffer der Pandemie. Je höher der Anteil der Infektionen, desto höher das Risiko insbesondere für Ungeimpfte, sich zu infizieren und ins Krankenhaus zu kommen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz wird für die zurückliegenden sieben Tage und je 100 000 Einwohner berechnet.

Nach einem steilen Anstieg der Infektionszahlen mit täglichen neuen Höchstwerten seit Beginn der Pandemie, sinken die Inzidenzen derzeit sowohl bundes- als auch landesweit. In ganz Deutschland liegt der Inzidenzwert bei 442,9 (Vortag: 452,2). Baden-Württemberg meldet 508,9 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, am Vortag lag die Inzidenz noch bei 511,5.

Das Diagramm zeigt die Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland und Baden-Württemberg seit Juli 2020:

Wie sich die Infektionszahlen in den kommenden zehn bis vierzehn Tagen entwickeln, lässt sich an der Reproduktionszahl (auch R-Wert genannt) ablesen. Liegt sie über 1, dann steckt ein Infizierter mehr als eine weitere Person an – die Infektionszahlen steigen. Ein Rechenbeispiel: Bei einem R-Wert von 1,2 werden aus 100 Infizierten binnen vier bis fünf Tagen 120 – und daraus wiederum in weiteren vier bis fünf Tagen 144. Nach weiteren vier bis fünf Tagen gibt es mehr als 170 Infizierte.

Zuletzt ist der R-Wert auf eine Zahl unter 1 gesunken. Das deutet auf ein schwächer werdendes Wachstum der Fallzahlen hin. Das folgende Schaubild zeigt die Entwicklung des R-Werts seit Beginn der Pandemie:

Bundesweit wurden in den vergangenen sieben Tagen mehr als 368 000 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die bundesweite Inzidenz sinkt zwei Tage infolge. Die Werte verteilen sich sehr ungleich über die Bundesländer. Besonders hoch ist die Inzidenz in Sachsen (1209) und Thüringen (963). Den niedrigsten Wert meldet Schleswig-Holstein (153). Baden-Württemberg (509) meldet bundesweit den sechsthöchsten Wert.

Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Zahlen für die einzelnen Bundesländer. Sie können die Tabelle durchblättern, um alle Länder angezeigt zu bekommen.

In Baden-Württemberg verzeichnen Tuttlingen (848) und der Schwarzwald-Baar-Kreis (846) die höchsten Inzidenzen des Landes. Die Landeshauptstadt gehört mit 361 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen zu den Kreisen im Land mit einer vergleichsweise niedrigen Inzidenz. Den geringsten Wert meldet derzeit Heidelberg (256). Es ist der einzige Kreis unter der 300er-Marke.

In der folgenden Tabelle geben wir die jeweils aktuellsten Werte für alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg an und zeigen, wie sich die Sieben-Tage-Inzidenz in den letzten Tagen entwickelt hat. Sie können mit den Pfeiltasten die Tabelle durchblättern, um alle Kreise in Baden-Württemberg angezeigt zu bekommen.

Die Landeshauptstadt meldet 361 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Keine Region in Stuttgart liegt sonst unter der 400er-Marke. Am höchsten ist die Inzidenz derzeit im Rems-Murr-Kreis (503). Esslingen (493) kratzt an der 500er-Marke. Göppingen (477), Böblingen (426) und Ludwigsburg (406) überschreiten alle die 400er-Marke.

Die Karte zeigt die Inzidenzwerte in der Region Stuttgart. Klicken Sie auf den gewünschten Kreis, um detaillierte Zahlen angezeigt zu bekommen.

Verstorbene

Die Zahl der an und mit Covid-19 Verstorbenen reagiert immer erst zeitversetzt auf die Entwicklung der Infektionen. Der Wert legt nach wieder zu auf nun 289 Verstorbene pro Tag im Wochenmittel. Wichtig zu wissen: Die Zahlen beziehen sich auf das Melde-, nicht auf das Sterbedatum.

Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung der mit Corona zusammenhängenden, ans RKI gemeldeten Todesfälle seit März 2020:

Impfungen

Mittlerweile gibt es für fast alle Über-12-Jährigen eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission. Die Impfquote steigt somit weiter an, wenn auch nur noch langsam.

Das folgende Diagramm gibt den Anteil der einmalig und vollständig Geimpften gerechnet auf die Gesamtbevölkerung aus.

Wichtig sind derzeit neben den Impfungen von bislang Ungeimpften die sogenannten Boosterimpfungen für Menschen, deren Impfung schon einige Monate zurückliegt. Die Zahl der Boosterimpfungen steigt derzeit stark an, die der Erstimpfungen nimmt auf niedrigem Niveau zuletzt ebenfalls zu.

Lesen Sie hier: Wichtige Fragen und Antworten zum Boostern

Das folgende Schaubild zeigt die verabreichten Impfdosen jeweils über sieben Tage gemittelt:

Dieser Beitrag wird regelmäßig aktualisiert – ebenso die Übersicht zu den Corona-Risikogebieten sowie Quarantäneregeln für Reisende.

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