Afeni Shakur ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Foto: AP

"Dear Mama" ist tot. Die Mutter der Hip-Hop-Legende Tupac Shakur ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Afeni Shakur erlangte auch als Bürgerrechtlerin und als Mitglied der Black Panther Party Bekanntheit.

Stuttgart - Knapp 20 Jahre nach dem gewaltsamen Tod der Hip-Hop-Legende Tupac Shakur ist seine "Dear Mama" nun wohl einem Herzinfarkt erlegen.

Die US-amerikanische Bürgerrechterlin Afeni Shakur starb am Montagabend im Alter von 69 Jahren in einem Krankenhaus im kalifornischen Marin County. Dies hat die örtliche Polizei über Twitter bekanntgegeben.

Der Rettungsdienst war gegen 21.30 Uhr zu Shakurs Haus gerufen worden, weil die 69-Jährige wohl einen Herzstillstand erlitten hatte. Afeni Shakur wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Als mögliche Todesursache wird ein Herzinfarkt angegeben. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Afeni Shakur, die am 10. Januar 1947 als Alice Faye Williams das Licht der Welt erblickte, war in den USA nicht nur bekannt als Tupacs Mutter, sie war auch politische Aktivistin, Bürgerrechtlerin und Mitglied der Black Panther Party, einer sozialistischen revolutionären Bewegung des schwarzen Nationalismus in den Vereinigten Staaten.

Für Tupac Shakur spielte seine Mutter zeitlebens eine extrem wichtige Rolle. Ihr widmete er auch einen seiner größten Hits, "Dear Mama". Tupac Shakur betonte stets, wie sehr er seine Mutter dafür bewundere, ihn und seine Halbschwester in schwierigen Zeiten großgezogen zu haben.

Die Hintergründe zu Tupacs Tod sind bis heute nicht aufgeklärt. Nach einem Boxkampf von Mike Tyson wurde der Hip-Hop-Star im September 1996 in Las Vegas erschossen. Dies war der erste traurige Höhepunkt der damaligen Fehde zwischen Eastcoast- und Westcoast-Rappern. Kein halbes Jahr später musste die Eastcoast-Hip-Hop-Legende Biggie Smalls sein Leben lassen. Er war in Los Angeles aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug erschossen worden. Auch die näheren Umstände zu Biggies Tod konnten bis heute nicht ermittelt werden.

Ein Jahr nach Tupacs Tod gründete Afeni Shakur die Tupac Amaru Shakur Foundation, die sich mit künsterlischen Angeboten um Jugendliche kümmert. "Die Künste können Kinder retten, ganz egal was bei ihnen zu Hause abgeht", sagte die Bürgerrechtlerin in einem Interview mit "The Associated Press" im Jahr 2005. "Ich konnte nicht die richtigen Dinge für meinen Sohn tun. Hätte es nicht die Kunst gegeben, wäre mein Sohn verloren gewesen." Nichtsdestotrotz nahm Tupacs Leben vor 20 Jahren ein tragisches Ende.

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