Ärger über Interview zu Stuttgart 21 Bahn kritisiert Architekten scharf

Von Konstantin Schwarz 

Bei der Grundsteinlegung für den Stuttgarter Tiefbahnhof am 16. September 2o16 blickten der Architekt Christoph Ingenhoven (im Vordergrund li.) und der damalige Bahnchef Rüdiger Grube noch zuversichtlich. Grube gab sein Amt Ende Januar 2017 auf. Foto: dpa
Bei der Grundsteinlegung für den Stuttgarter Tiefbahnhof am 16. September 2o16 blickten der Architekt Christoph Ingenhoven (im Vordergrund li.) und der damalige Bahnchef Rüdiger Grube noch zuversichtlich. Grube gab sein Amt Ende Januar 2017 auf. Foto: dpa

Die Deutsche Bahn hat hoch verärgert auf die Einschätzung des Tiefbahnhof-Architekten Christoph Ingenhoven zu den Kosten von Stuttgart 21 reagiert.

Stuttgart - Die Deutsche Bahn AG hat den Architekten des Stuttgart-21-Tiefbahnhofs, Christoph Ingenhoven, scharf kritisiert. Dieser hatte im „Spiegel“ zu den Projektkosten gesagt, „zehn Milliarden sind es doch längst, wenn Sie alle Bahnstrecken hinzunehmen“. Bahn-Vorstand Ronald Pofalla hatte dem DB-Aufsichtsrat jüngst Gutachten vorgelegt, die statt 6,5 nun 7,9 Milliarden Euro Baukosten nennen. „Herr Ingenhoven weiß nicht, wovon er redet. Er verfügt nicht ansatzweise über die notwendigen Informationen, um eine seriöse Kostenermittlung vornehmen zu können“, so die Bahn.

Ingenhoven kokettiert im Interview mit dem Kostendesaster, S 21 sei „der Gag bei ­jeder Party“. Stuttgart sei „so unattraktiv, dafür sorgt seit Jahrzehnten die Politik“. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sagte dazu: „Was der Architekt Ingenhoven von sich gibt, wird Stuttgart nicht gerecht. Wer die Stadt wirklich kennt, der schätzt sie.“

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