Alle zwei Jahre – 2019 wieder – findet auch im Ditzinger Stadtteil Schöckingen der Lebendige Adventskalender statt. Foto: factum/Archiv

Hingehen und mitmachen: Am Wochenende starten in den Kommunen im Strohgäu wieder die Lebendigen Adventskalender. Im Gerlinger Stadtmuseum müssen die Besucher dabei ganz genau hinschauen.

Strohgäu - Schokolade, Schminkutensilien oder Spielsachen stecken nicht hinter diesen Türchen. Und sie werden auch nicht morgens im heimischen Wohn- oder Esszimmer geöffnet: Am Wochenende startet im Strohgäu die Veranstaltungsreihe Lebendiger Adventskalender. Hingehen und mitmachen lautet das Prinzip.

Kirchengemeinden, öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Privatpersonen laden Bürger dazu ein, an jedem Abend im Dezember bis Heiligabend gemeinsam eine besinnliche halbe Stunde zu verbringen. Dabei öffnet sich täglich an einer anderen Stelle ein geschmücktes Fenster oder eine dekorierte Tür. Dahinter verbergen sich Lieder, Schauspiele, Gedichte oder Geschichten rund um Weihnachten. Der Lebendige Adventskalender geht in Gerlingen, Hemmingen und in den Korntal-Münchinger Stadtteilen Korntal und Kallenberg am Samstag, 1. Dezember, los, in Münchingen am ersten Advent.

Christbaumkugeln mit wenigen Millimetern Durchmesser

In Gerlingen beginnt der Lebendige Adventskalender um 18 Uhr im Stadtmuseum mit der neuen Ausstellung „Weihnachtsmarkt im Kleinen“. Zu sehen ist ein Weihnachtsmarkt, auf dem die Häuschen 30 Zentimeter hoch und die Nussknacker einen Zentimeter groß sind oder Christbaumkugeln einen Durchmesser von gerade mal fünf Millimetern haben. „Das ist etwas ganz Besonderes und total süß. Es ist Wahnsinn, wie klein und detailreich dieser Weihnachtsmarkt ist“, schwärmt die Museumsleiterin Catharina Raible. Der Weihnachtsmarkt en miniature passe „perfekt“ zur derzeitigen Ausstellung „Handel im Wandel“ mit rund 40 Kaufläden. Am Mittwoch, 19. Dezember, gibt es im Stadtmuseum Weihnachtsgeschichten. Bis zum 22. Dezember setzt sich der Lebendige Adventskalender täglich zur selben Stunde fort. Unabhängig vom Ort ist Ute Beck dabei eines immer sehr wichtig: „Dass die Menschen eine halbe Stunde lang innehalten und das Licht des Advents genießen“, sagt die Organisatorin. Eine Übersicht über alle Termine gibt es im Internet unter www.gute-be12.de.

Auch Hemmingen lädt von Samstag an zum Lebendigen Adventskalender ein. In der Gemeinde öffnen sich bis Weihnachten sechs Adventsfenster. Den Auftakt macht um 18 Uhr Familie Huber in der Hochdorfer Straße 2, am Donnerstag, 6. Dezember, folgt die Kita im Neubaugebiet Hälde. Wer mag, bringt einen Becher mit und trinkt in geselliger Runde einen Punsch, teilen die Adventsfenstermacher aus Hemmingen mit. Die Termine stehen im Amtsblatt, das am Donnerstag erscheint.

Besinnlich wird es auch auf Spielplätzen

Die Adventszeit besinnlicher zu erleben und mit anderen Gemeinschaft zu haben ist auch das Ziel des Lebendigen Adventskalenders in Korntal. Dieser wird bis einschließlich 23. Dezember von der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde sowie der Brüdergemeinde organisiert. Los geht es ebenfalls am Samstag um 18 Uhr, und zwar mit einem Gospelkonzert im Gemeindezentrum am Saalplatz. Zu den Gastgebern gehören auch Kitas und Altenheime. Die Termine stehen im Internet etwa unter www.bruedergemeinde-korntal.de. Im Stadtteil Kallenberg öffnet der Kirchengemeinderat um 18.30 Uhr vor der Emmaus-Kirche das erste Türchen.

In Münchingen gestalten die katholische und die evangelische Kirchengemeinde, Hauskreise und Jugendgruppen zum dritten Mal den Lebendigen Adventskalender. Die Treffen sind nicht nur in Häusern, sondern auch auf Spielplätzen im Ort. Beginn ist am Sonntag, 2. Dezember, um 17.30 Uhr vor dem örtlichen Rathaus. Der Gospelchor singt. Flyer mit den Terminen gibt es in den Gemeindehäusern, Kirchen und in der Münchinger Bücherei. Information online: www.ev-kirche-muenchingen.de.

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