Die Polizei konnte den risikofreudigen Motorradfahrer schließlich anhalten (Symbolbild). Foto: dpa

Die Polizei hat einen 21-jährigen Raser über die A81 und A6 verfolgt. Der Motorradfahrer hat nicht nur mehrere Verkehrsregeln gebrochen, sondern auch seinen 16-jährigen Mitfahrer gefährdet.

Ludwigsburg - In der Nacht zum Sonntag hat die Polizei einen 21-jährigen Motorradfahrer verfolgt, der mit seinem riskanten Fahrverhalten nicht nur sich, sondern auch seinen 16-jährigen Begleiter gefährdet hat. Dem Raser wird die Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz vorgeworfen.

Laut Polizeimeldung war der rasante Kawasaki-Fahrer bereits aufgefallen, als er gegen 3.30 Uhr an der Anschlussstelle Stuttgart-Zuffenhausen auf die Autobahn 81 in Richtung Heilbronn auffuhr. Er erhöhte seine Geschwindigkeit bei erlaubten 120 Kilometern pro Stunde auf ein Tempo von über 180. Die Streifenwagenbesetzung heftete sich an seine Fersen, doch der junge Mann ignorierte jegliche Anhaltezeichen und fuhr noch schneller davon. Nach einer Verfolgungsjagd über die A81 im Kreis Ludwigsburg wechselte der Motorradfahrer schließlich auf die A6 in Richtung Mannheim. Dort soll er sich besonnen haben und beendete seine Flucht. Gemeinsam mit seinem Mitfahrer wartete der 21-Jährige in einem Baustellenbereich zwischen den Anschlussstellen Untereisesheim und Bad Rappenau.

Raser stellt sich schließlich

Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest und überprüften sowohl seine Papiere, als auch seine Maschine. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Raser keine Fahrerlaubnis besitzt und sein Motorrad nicht zugelassen war. Es trug ein ungestempeltes Kennzeichen des Landkreises Eichstätt. Auch ein durchgeführter Drogen-Schnelltest verlief positiv. Dem 21-Jährigen wurde Blut entnommen.

Die Polizei hat das Motorrad vorerst sichergestellt bis geklärt ist, wem es gehört. Während seiner Fahrt auf der A 81 und der A 6 hat der 21-Jährige zahlreiche Geschwindigkeitsverstöße begangen und ist laut Polizeimeldung teilweise sehr knapp an anderen Verkehrsteilnehmern vorbeigefahren. Die Verkehrspolizei sucht deshalb nach Zeugen, die sich unter der Telefonnummer 0711/6869-0 melden mögen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: