Auf der A8 bei Wendlingen ist am frühen Montagmorgen ein Tanklastzug umgekippt. Foto: www.7aktuell.de | Oskar Eyb

Über Stunden standen Autofahrer nach einem Unfall mit einem Tanklastwagen am Montag auf der Autobahn bei Wendlingen im Stau. Seit 15.30 Uhr sind alle drei Spuren wieder frei, die Lage entspannt sich.

Wendlingen - Am Montagmorgen ist auf der A8 bei der Anschlussstelle Wendlingen (Kreis Esslingen) ein Tanklastzug umgekippt. Die Autobahn musste in Richtung München gesperrt werden. Ab 12.25 Uhr waren zwei, seit 15.30 Uhr dann alle drei Spuren wieder frei.

Wie die Polizei meldet, war der 60 Jahre alte Fahrer des mit Benzin und Diesel beladenen Tankfahrzugs gegen 3.40 Uhr auf der Steigung zwischen Wendlingen und Kirchheim unterwegs, als ihm vermutlich unwohl wurde und er nach rechts von der Straße abkam. An der steilen Böschung kippte der Tanklastwagen um und blieb auf der Seite liegen. Der Fahrer wurde dabei im Lkw eingeklemmt und schwer verletzt. Er musste von der Feuerwehr befreit und in eine Klinik gebracht werden.

Rund 270.000 Euro Schaden

Der Schaden wird auf 270.000 Euro geschätzt. Zur Bergung des Fahrzeugs musste die Autobahn nach Ulm gesperrt werden. Seit 7 Uhr wurden 34.000 Liter Benzin und Diesel aus der unbeschädigten Hülle des Tanklastwagens umgepumpt. Entgegen erster Meldungen ist von der Ladung des Lkw nichts auf die Fahrbahn gelangt - lediglich Betriebsstoffe des Lastwagens mussten von der Feuerwehr abgebunden werden. An der Böschung mussten Erdschichten abgetragen werden, ein Kran richtete den Lkw auf, so dass er abgeschleppt werden konnte. Die Autobahnmeisterei Kirchheim unter Teck musste die Fahrbahnen reinigen.

Lange Staus sind die Folge

Die Autobahn in Richtung München war während der Unfallaufnahme und der Bergung gesperrt, der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Wendlingen ausgeleitet. Noch immer kommt es zu erheblichen Behinderungen - zeitweise staute sich der Verkehr bis hinter den Stuttgarter Flughafen zurück. Auch der Verkehr auf der Bundesstraße 313 von und nach Nürtingen kam zum Erliegen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: