Hat noch bis 2020 Vertrag bei den Niedersachsen: Horst Heldt Foto: dpa

Hannovers Sportchef Horst Heldt hat sich am Rande des VfB-Spiels erstmals zu den Abwerbeversuchen des 1. FC Köln geäußert – und das erstaunlich offen.

Hannover - Nach dem 1:1 (0:1) zwischen Hannover 96 und dem VfB Stuttgart stand ein Mann im Mittelpunkt, der mit dem Duell auf dem grünen Rasen eigentlich nur am Rande zu tun hatte: Hannovers Sportdirektor Horst Heldt. Dass die Mikrofone auf den 47-Jährigen gerichtet waren, hatte den simplen Grund, dass tags zuvor Gerüchte über einen Wechsel zum Ligakonkurrenten 1. FC Köln aufgekommen waren.

Heldt selbst gab sich nach Spielschluss gar nicht erst die Mühe, die Annäherungsversuche zu verschleiern. „Ja, das Interesse besteht“, sagte er. Für ihn handle es sich um eine besondere Situation, weil er in Köln groß geworden sei. „Ich werde mir das gut überlegen. Wenn ich das für mich nicht klar entscheide, werde ich nicht mehr glücklich.“ Es gehe für ihn darum, das Interesse der Kölner „abzuwägen“ und im Kopf „zu bearbeiten“, sagte Heldt, der in Hannover noch einen Vertrag bis 2020 besitzt: „Das ist eine außergewöhnliche Situation für mich, deshalb muss ich dieses Gespräch führen.“

Klingt ganz danach, als würden in der Brust des früheren FC-Profis zwei Herzen schlagen. Hannovers Clubchef Martin Kind ist jedoch kein Mann für Gefühlsduseleien, er stellte am Rande des Spiels klar: „Ich weiß, dass der 1. FC Köln ein Problem hat. Wenn die erwarten, dass wir das Problem lösen, um dann im Ergebnis ein eigenes Problem zu haben, ist das kein Geschäftsmodell, über das man ernsthaft diskutieren kann.“

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