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Der VfB Stuttgart hat den direkten Einzug in die Gruppenphase der Europa League verpasst.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat den direkten Einzug in die Gruppenphase der Europa League verpasst. Trotz des 3:2 (0:1) im letzten Saisonspiel gegen den VfL Wolfsburg muss die Mannschaft von Bruno Labbadia nun zwei Playoff-Spiele bestreiten, um in der nächsten Saison im Europapokal spielen zu dürfen, weil Tabellenplatz fünf verpasst wurde. Die Wolfsburger führten durch Tore von Patrick Helmes (28.) und Marc Russ (60.) bereits 2:0, ehe der VfB innerhalb von nur sieben Minuten durch Cacau (73.), Maza (77.) und Ibrahimo Traore (80.) doch noch den Sieg sicherte.

Das Spiel im Minutenprotokoll

Erstmals nach 15 Monaten stand der ehemalige Kapitän Matthieu Delpierre wieder in der Stuttgarter Startformation. Der 31 Jahre alte Innenverteidiger wechselt zur nächsten Saison nach Hoffenheim und hatte in dieser Runde wegen diverser Verletzungen noch keine Partie in der Bundesliga gemacht. Doch gefordert wurde der Franzose zunächst nicht.

Der VfB wollte unbedingt das Spiel gegen Wolfsburg gewinnen, weil vor der Begegnung noch die theoretische Chance bestanden hatte, den fünften Platz zu erreichen, sollte Leverkusen nicht in Nürnberg gewinnen. Entsprechend risikofreudig gingen die Stuttgarter zu Werke und erspielten sich in den ersten 20 Minuten einige Torchancen. Die beste vergab dabei Tamas Hajnal in der 13. Minute. Der Ungar bekam den Heber von Martin Harnik über den heraus eilenden VfL-Torwart Diego Benaglio einen Meter vor dem leeren Tor nicht unter Kontrolle und stocherte den Ball - gestört von Marco Russ - am Tor vorbei.

Helmes macht zehntes Tor im zehnten Spiel

Und Wolfsburg? Die Gäste aus Niedersachsen kämpften um die letzte Möglichkeit, doch noch an der Qualifikation zur Europa League teilnehmen zu dürfen. Aber erst nach 20 Minuten begannen sie nach vorne zu spielen. Das dann aber gekonnt und gefährlich. Nachdem Mario Mandzukic in der 24. Minute noch an VfB-Torhüter Sven Ulreich gescheitert war, passte der kroatische Nationalspieler vier Minuten später mustergültig in den Strafraum, wo Patrick Helmes nur noch seinen linken Fuß zum 1:0 für Wolfsburg hinhalten musste.

Für den schon ausgemusterten Stürmer war es bereits das zehnte Tor im zehnten Spiel in Folge. In dieser Form ist der 28-Jährige sogar ein Kandidat für die Nationalmannschaft bei der EM in Polen und der Ukraine. Sein Konkurrent um den diesen Platz, Cacau, spielte dagegen - bis auf sein Tor - sehr unauffällig. Sowieso fanden die Stuttgarter nach dem Rückstand - und erst recht nach dem Zwischenstand aus Nürnberg, wo Leverkusen 2:0 führte - keinen Zugriff mehr auf die Partie. Der fünfte Platz war nicht mehr zu erreichen.

Nach dem Seitenwechsel begann es heftig zu regnen, die Wolken hingen tief und dunkel über dem Stadion. Das triste Wetter passte zum Spielgeschehen auf dem Rasen. Besonders, als Russ nach Vorarbeit von Helmes (60.) Wolfsburg in Führung brachte. Der VfB besann sich erst in der Schlussviertelstunde auf seine Stärken in der Offensive und kam dann aber noch zu seinem 15. Sieg in dieser Saison.

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