Der KSC hat beim VfL Bochum in letzter Minute ein Unentschieden erkämpft. Foto: dpa/Guido Kirchner

Joker Anton Fink hat dem Karlsruher SC beim 3:3 beim VfL Bochum in der Nachspielzeit einen Punkt gerettet. Vorausgegangen war eine spektakuläre erste Halbzeit, in der auch der Schiedsrichter im Mittelpunkt stand.

Bochum - Fußball-Zweitligist Karlsruher SC bleibt nach dem 3:3 (2:3) gegen den VfL Bochum auch im fünften Spiel nacheinander ohne Niederlage. Trotz zweimaliger Führung hätte das Team von Trainer Alois Schwartz allerdings im Ruhrstadion beinahe mit leeren Händen dagestanden. Nach einer spektakulären ersten Halbzeit mit insgesamt fünf Treffern und umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen, war es der gerade eingewechselte Anton Fink (90.+1), der in der Nachspielzeit mit seinem Treffer den Badenern einen Punkt rettete. „Das war heute ein ganz wichtiger Punkt für uns. Wir haben Moral bewiesen, die ist am Ende belohnt worden“, sagte Verteidiger Daniel Gordon.

Zuvor hatte Stürmer Philipp Hofmann (8. Minute) mit seinem siebten Saisontreffer für die Badener das muntere Toreschießen eröffnet. Bereits 116 Sekunden später besorgte Bochums Sauli Decarli (10.) den Ausgleich. Der Südkoreaner Kyoung-Rok Choi (21.) brachte den KSC erneut in Führung, bevor der frühere Karlsruher Danny Blum durch einen von Daniel Gordon verursachten Foulelfmeter wieder ausgleichen konnte. Zwei Minuten später erzielte Cristian Gamboa die Bochumer Pausenführung. Kurz nach der Pause verschoss Marc Lorenz (49.) noch einen von VfL-Keeper Manuel Riemann an Marvin Wanitzek verursachten Foulelfmeter.

KSC hadert mit Schiedsrichter

Im Mittelpunkt stand auch Schiedsrichter Nicolas Winter (Freckenfeld), der in seinem zweiten Zweitligaspiel zwei umstrittene Entscheidungen traf. Zum einen schickte er Lukas Fröde bereits in der 17. Minute vom Platz. Dieser hatte nach einer Gelben Karte per Handzeichen versucht zu vermitteln, dass in dem von Winter verwarnten Zweikampf Fuß auf Fuß getroffen sei. Dieser interpretierte die Gestik des KSC-Profis jedoch als höhnisches Klatschen. „Ich wollte alles andere, als höhnisch Klatschen. So doof bin ich nun auch nicht, dass ich mir nach 15 Minuten Gelb-Rot abholen will“, sagte Fröde später.

Dem von Gordon verursachten Strafstoß war zudem eine klare Abseitsstellung zweier Bochumer Spieler vorangegangen, die nicht nur dem Unparteiischen, sondern offenbar auch den Videoschiedsrichtern in Köln entgangen war. Das wiederum verdarb KSC-Trainer Alois Schwartz nach eigenen Angaben den Spaß am Fußball. „Dass man zweimal in eine Situation so eingreift und dass man zweimal so benachteiligt wird, das ist schon eine kleine Katastrophe“, sagte er.

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