Zwei Tore, aber kein Sieg: Hoffenheims Stürmer Kevin Volland Foto: dpa

Beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart verliert die TSG Hoffenheim zum dritten Mal in letzter Minute Punkte. Das ärgert vor allem den zweifachen Torschützen Kevin Volland.

Sinsheim - Er hätte der strahlende Held sein können. Mit einem verwandelten Foulelfmeter (Toni Sunjic an Pirmin Schwegler) und einem Lupfer über VfB-Torhüter Przemyslaw Tyton hatte Kevin Volland im Spiel gegen den VfB die Weichen auf Sieg gestellt – und doch hatte es dem Stürmer der TSG Hoffenheim am Ende die Laune verhagelt. „Unterm Strich ist das ein Scheißgefühl“, sagte der Angreifer nach seinem zweiten Doppelpack innerhalb von acht Tagen, „das 2:2 fühlt sich wie eine Niederlage an.“

Das Tor von Timo Werner zum Ausgleich wirkte wie ein Nackenschlag. Dabei hatte Trainer Markus Gisdol zuvor eigens die Defensive verstärkt. Und dann das! „Es kann nicht sein, dass der kleinste Mann mit so ungefähr 1,50 Meter einköpft“, schimpfte Ermin Bicakcic, der Ex-VfB-Profi in Hoffenheims Diensten. Werner misst zwar 1,80 Meter, doch der Unmut ist nachvollziehbar. Schon zum dritten Mal hatten die Hoffenheimer in der noch jungen Saison in letzter Minute Punkte verspielt. „Wir geben zwei Punkte her, die wir fast schon sicher verbucht hatten. Das ist super ärgerlich“, bemerkte Trainer Markus Gisdol konsterniert.

Der VfB kennt das aus eigener Erfahrung. Auch er hatte schon eine Phase, in der er reihenweise Spiele noch aus der Hand gab. Was dagegen hilft? Markus Gisdol zuckte ratlos mit den Schultern: „Das sind Dinge, die kannst du dir nicht erklären.“ Sicher war er sich nur in einem Punkt: „Das ist schwer zu verkraften.“

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