Die Fahrt mit der S-Bahn wird 2015 erneut teurer werden Foto: Jan Reich

Fahrten im Gebiet des Verkehrsverbunds Stuttgart (VVS) sollen vom 1. Januar 2015 an um 2,9 Prozent teurer werden. Als Grund werden Verbesserungen und die Lohnerhöhungen genannt.

Fahrten im Gebiet des Verkehrsverbunds Stuttgart (VVS) sollen vom 1. Januar 2015 an um 2,9 Prozent teurer werden. Als Grund werden Verbesserungen und die Lohnerhöhungen genannt.

Stuttgart - Bus- und Bahnfahrgäste in der Region müssen sich auf die nächste Preisrunde einstellen. Der VVS will zum 1. Januar 2015 einen Aufschlag von im Schnitt 2,9 Prozent. 2014 waren die Ticketpreise bereits um 2,8 Prozent angehoben worden.

Der Aufsichtsrat der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) bildet in der VVS-Struktur das preisbestimmende Gremium. Er kommt am 1. Juli zusammen und soll die Erhöhung beschließen. Wie sich der Aufschlag auf die einzelnen Ticketarten auswirkt, soll im September beschlossen werden.

Im öffentlichen Nahverkehr gibt es zwei wesentliche, etwa gleichgewichtige Preistreiber. Das sind die Lohnerhöhungen aus der diesjährigen Tarifrunde im öffentlichen Dienst und den 2012 und 2013 beschlossenen Erhöhungen bei den Bahn-Beschäftigten ­sowie Verbesserungen beim Takt. So soll der nachmittägliche 15-Minuten-Takt der ­S-Bahn ab Dezember 2014 bereits um 15.30 Uhr beginnen. Bei den Stadtbahnen und Bussen in Stuttgart ist die Ausweitung des 10-Minuten-Takts um eine Stunde auf 20.30 Uhr geplant. Dazu ist mehr Personal nötig.

Ein zunehmendes Problem seien gekürzte oder gestrichene Zuschüsse für neue Fahrzeuge, sagt eine VVS-Sprecherin. „Wir kaufen für 160 Millionen Euro 40 neue Stadtbahnen und erhalten vom Land keinen Cent Zuschuss mehr“, sagt SSB-Vorstand Reinhold Bauer. Die ersten 89 Stadtbahnen seien dagegen vom Land mit 50 Prozent gefördert worden.

Weil auch die Schienen-Infrastruktur in die Jahre komme, würden die SSB ihre Verschuldung mittelfristig von 190 auf 340 Millionen Euro erhöhen. „Wir brauchen von der Landeshauptstadt nach 2016 voraussichtlich jährlich mehr als 30 Millionen Euro Zuschuss“, appelliert Bauer an den neu gewählten Gemeinderat.

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