„Die Rinne ist kein Rad- oder Wanderweg“, macht der Bürgermeister deutlich. Deshalbb wurde er auch gesperrt. Foto: KS-Images.de

Nachdem im Juni 2019 aufgrund starken Regenfalls ein Hang abgerutscht war und den Mühlenweg hart traf, sind die Sicherungsmaßnahmen inzwischen abgeschlossen.

Affalterbach-Wolfsölden - Es war ein grauenvolles Bild, das sich den Bewohnern des Wolfsöldener Mühlenwegs im Juni 2019 bot. Zwei Tage voller Starkregen hatten einen Hang abrutschen lassen. Die Folge: Die Straße war begraben von Schutt und Erde, von einem Garten an einem Wohnhaus war nichts mehr übrig, das Haus selbst war von meterhohem Geröll umgeben. „2008 hat das Kanalsystem ganz gut funktioniert. Aber diesmal waren die Wassermassen so groß, dass das Kanalsystem versagt hat“, sagte Hans Steidle, der 1. stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde damals. Die Rohre wurden ebenfalls von den Massen mitgerissen. Inzwischen ist das Kanalsystem wieder intakt. Mehr noch. Den Aufräumarbeiten schlossen sich direkt die ersten Sicherungsarbeiten an – und auch diese sind inzwischen abgeschlossen.

„Wir haben zwei Dinge gemacht“, berichtet Steffen Döttinger, Affalterbachs Bürgermeister. Zum einen wurde der Regenwasserkanal von der Ortsmitte kommend erneuert. „Dieser war geborsten“, erzählt der Schultes. „Jetzt kann das Regenwasser wieder hinein laufen. In diesem Zuge mussten wir auch die Wasserleitung für die Mühle sowie die Löschwasserleitung, deren Entnahmestelle am Buchenbach ist, erneuern. Beide waren ebenfalls vom Geröll zerstört gewesen.“ Zum anderen wurde eine Rinne gebaut. „Wir haben überlegt, wie wir das Gebiet am Besten schützen können und sind dann am Ende auf diese Rinne gekommen“, sagt Steffen Döttinger und erklärt: „Sollte es mal wieder deutlich mehr Wasser geben als das Kanalsystem aufnehmen kann, dann läuft es oben rein in die Rinne und nicht mehr direkt in den Hang. So kann es kontrolliert ablaufen.“

Der Regenwasserkanal wurde im Übrigen 2008 gebaut – nach einem ähnlichen Hangrutsch wie 2019. „Damals stand auch ein Wasserrückhaltebecken im Raum, aber daraus wurde dann nichts“, berichtet der Bürgermeister. Ganz abgehakt ist es aber noch nicht. Denn: Neben kurzfristigen Maßnahmen wollte sich die Gemeinde nach dem Unwetter auch über langfristige Gedanken machen. „Da kam jetzt die Corona-Pandemie dazwischen. Das Thema wird aber sicherlich wieder auf den Tisch kommen“, sagt Döttinger. Alles in allem haben die ersten Maßnahmen sowie die Aufräumarbeiten die Gemeinde 626 000 Euro gekostet.

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