Türkei-Referendum Nur in zwei Städten mehr „Ja“-Stimmen als in Stuttgart

Von red/dpa 

In Deutschland stimmen viele Türken für das neue Präsidialsystem und damit mit „Ja“ beim Türkei-Referendum. Foto: dpa
In Deutschland stimmen viele Türken für das neue Präsidialsystem und damit mit „Ja“ beim Türkei-Referendum. Foto: dpa

Während das Endergebnis beim Türkei-Referendum denkbar knapp ist, haben die in Deutschland lebenden Türken deutlicher votiert. Gerade auch in Stuttgart.

Istanbul/Stuttgart - Beim Referendum über die Einführung des umstrittenen Präsidialsystems in der Türkei waren in Deutschland fast zwei Drittel der abgegebenen gültigen Stimmen ein „Ja“ (63,07 Prozent oder 412 149 in absoluten Zahlen). Mit „Nein“ votierten nach dem vorläufigen Ergebnis der türkischen Wahlkommission 36,93 Prozent (241 353). Nach früheren Angaben nahm knapp die Hälfte (48,73 Prozent) der 1,43 Millionen in Deutschland registrierten türkischen Wahlberechtigten an der Abstimmung teil.

In allen 13 Generalkonsulaten, denen die Wahlberechtigten in Deutschland zugeordnet sind, gab es mehr „Ja“- als „Nein“-Stimmen. Der höchste „Ja“-Anteil wurde nach einer Übersicht der türkischen Zeitung „Daily Sabah“ mit 75,9 Prozent im Ruhrgebiet (Generalkonsulat Essen) verzeichnet. An dritter Stelle folgte Stuttgart mit 66,3 Prozent.

Die Ergebnisse der Generalkonsulate und ihres jeweiligen Einzugbereiches im Einzelnen:

- Essen: 75,9 Prozent „Ja“, 24,1 Prozent „Nein“

- Düsseldorf: 69,6 Prozent „Ja“, 30,4 Prozent „Nein“

- Stuttgart: 66,3 Prozent „Ja“, 33,7 Prozent „Nein“

- Mainz: 64,5 Prozent „Ja“, 35,5 Prozent „Nein“

- Köln: 64,1 Prozent „Ja“, 35,9 Prozent „Nein“

- Münster: 64,0 Prozent „Ja“, 36,0 Prozent „Nein“

- München: 62,7 Prozent „Ja“, 37,3 Prozent „Nein“

- Karlsruhe: 61,6 Prozent „Ja“, 38,4 Prozent „Nein“

- Hannover: 58,6 Prozent „Ja“, 41,4 Prozent „Nein“

- Frankfurt: 57,8 Prozent „Ja“, 42,2 Prozent „Nein“

- Hamburg: 57,0 Prozent „Ja“, 43,0 Prozent „Nein“

- Nürnberg: 55,4 Prozent „Ja“, 44,6 Prozent „Nein“

- Berlin: 50,1 Prozent „Ja“, 49,9 Prozent „Nein“

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