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Die Flyer gingen laut Menyhart aber zu spät raus. Der Unfallfahrer hatte den Golf mit einem Abschleppwagen noch am Unfalltag zu einem Autohändler nach Remshalden (Rems-Murr-Kreis) gebracht. Der gab an, ihn am nächsten Tag, einem Sonntag, ausgeschlachtet und an einen Stuttgarter Schrotthändler verkauft zu haben. Der legte ihn bereits am Montag in die Schrottpresse.
Die Polizei beschlagnahmte Motorblock, Fahrzeugbrief und Verschrottungsnachweis in Remshalden. Den Schrottwürfel stellte sie in Stuttgart sicher. Der gepresste Würfel wurde am Mittwoch in Esslingen von der Feuerwehr auseinander gezogen. "Wir suchen den Stoßfänger, an dem vermutlich die Aufprallstelle ist", so Menyhart. An dem Plastikteil könnten durch die Reibung noch Faserspuren von der Kleidung des Opfers hängen - "eventuell auch Blut".
Ermittlungen gaben auch weitere interessante Ergebnisse
Parallel läuft die Fahndung nach Ibrahim Issa. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich ins Ausland abgesetzt hat. Deshalb wurde jetzt auch ein internationaler Haftbefehl erlassen. Deutschland hat mit dem Libanon aber kein Auslieferungsabkommen.
Die Überprüfung von 354 tornadoroten Golf III im Kreis Esslingen sowie weiteren 1896 solcher Fahrzeuge in Stuttgart, Waiblingen, Böblingen, Ludwigsburg, Göppingen, Tübingen und Reutlingen brachte den Ermittlern aber einigen Beifang. So konnte eine Unfallflucht in Abtsgmünd (Ostalbkreis) geklärt werden. Im Kreis Reutlingen wurde ein Kennzeichenmissbrauch aufgedeckt. An einem unfallbeschädigten Golf in Böblingen entdeckten die Ermittler Faserspuren, die von Kriminaltechnikern des LKA untersucht werden und deren Herkunft noch ermittelt werden muss.
Bei der Suche nach Ibrahim Issa bittet die Polizei weiter um Hinweise. Er betreibt einen Autohandel in Köngen und hat Beziehungen zu anderen libanesischen Autohändlern. Eventuell sei er noch in der Gegend, sagt Christine Menyhart: 0711/3990-420.
Bei einem Unfall auf den Otto-Hirsch-Brücken sind am Mittwoch drei Menschen leicht verletzt worden.