Tödlicher Unfall bei Karlsruhe Vater nicht zu schnell gefahren

Von red/dpa 

Die Vermutung der Polizei, überhöhte Geschwindigkeit könnte Ursache für den Unfall gewesen sein, bei dem ein Sechsjähriger ums Leben gekommen ist, wurde von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe nicht bestätigt.

Karlsruhe - Bei dem schweren Unfall am Autobahndreieck Karlsruhe, bei dem ein sechsjähriger Junge ums Leben kam, vermutet die Polizei überhöhte Geschwindigkeit.*

Bei dem Unfall wurden ein 10 Jahre altes Mädchen sowie der 44 Jahre alte Vater der Kinder schwer verletzt.

Der Porsche war unter den Anhänger eines liegengebliebenen Lastwagens auf dem Standstreifen geraten. Die Polizei vermutet, dass der Autofahrer zu schnell gefahren war, weil der Kleinlastwagen durch den Aufprall einen halben Meter nach vorne gedrückt wurde. Ein Sachverständiger soll dies nun aufklären.

Für den gestorbenen Jungen soll außerdem eine Obduktion angeordnet werden. Er saß bei dem Aufprall auf der Rückbank. Die beiden Schwerverletzten hatten im Vorderraum gesessen. Der Unfall ereignete sich auf dem Übergang von der Autobahn 8 auf die Autobahn 5. Dabei entstand ein Sachschaden von 120 000 Euro.

*Anmerkung der Redaktion vom 5. April: Gegenüber unserer Zeitung räumte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe den Verdacht der Polizei aus dem Raum, dass überhöhte Geschwindigkeit die Ursache für den Unfall gewesen sein könnte. Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft gebe es keinerlei Anhaltspunkte für eine derartige Vermutung. Außerdem erklärte er, dass keine Obduktion des Sechsjährigen veranlasst wurde, da die Todesursache eindeutig unfallbedingt war.

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