„Tatort – Sternschnuppe“ aus Wien Den Stars von heute ist diese Story schnuppe

Von Tom Hörner 

Tod beim Sex: Fellner (li.) und Eisner ermitteln Foto: ARD/Petro Domenigg
Tod beim Sex: Fellner (li.) und Eisner ermittelnFoto: ARD/Petro Domenigg

Gut gestartet und dann stark abgefallen: „Sternschnuppe“, der aktuelle „Tatort“ aus Wien, hält trotz guter Darsteller nicht das, was er anfangs verspricht.

Stuttgart - „Sternschnuppe“ hätte ein Traum von „Tatort“ werden können, eine Sonntagabend-Offenbarung, schon der Einstieg: Ein Musikmanager, nicht unbedingt ein Menschenfreund, kommt, offenbar auf der Suche nach dem absoluten Orgasmus, zu Tode (hatten wir zwar neulich in ­Saarbrücken schon mal, aber egal, da war’s eine Frau).

Die verschnürt im Raum hängende Leiche ist ein gefundenes Fressen für Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser). Sie ­ermitteln im ­Casting-Show-Milieu und geraten an einen ­Sexualtherapeuten, der die beiden für ein Paar hält. Da knistert’s im Karton, ­ ­obwohl sie sich bisher meist mit dem Sex des Alters (gemeinsam essen gehen) ­zufrieden­gegeben haben. Der Tisch ist angerichtet.

Dann aber kippt die erotisch und ­humoristisch aufgeladene Story. Um im Bild zu bleiben: Sie schlafft ab . Und zwar deshalb, weil das Drehbuch (Autor: Uli Brée, Regie: Michi Riebl) sich ernst nimmt und beginnt, eine traurige ­Geschichte zu erzählen von armen talentierten Seelen, die im Pop-Geschäft und wegen der bösen Privat-Sender auf der Strecke geblieben sind. Das ist eine öffentlich-rechtliche Lesart, von Leuten, die noch nicht mitbekommen haben, dass den Stars von heute die Plattenindustrie schnuppe ist.

„Tatort – Sternschnuppe“, Sonntag, ARD, 20.15 Uhr
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