Stuttgart 21 Züblin soll Tiefbahnhof bauen

Von Michael Isenberg 

Blick auf den Bahnsteig des geplanten Stuttgarter Tiefbahnhofs. Foto: Visualisierung Aldinger & Wolf
Blick auf den Bahnsteig des geplanten Stuttgarter Tiefbahnhofs.Foto: Visualisierung Aldinger & Wolf

Hiesige Firmen bauen auch Tunnel nach Cannstatt - Gesamtauftragsvolumen zu 50 Prozent erreicht.

Stuttgart - Die Deutsche Bahn hat weitere Bauaufträge für 800 Millionen Euro für den Tiefbahnhof des Verkehrsprojektes Stuttgart 21 vergeben. Den größten Anteil nimmt dabei der Planfeststellungsabschnitt 1.5 mit einem Volumen von rund 500 Millionen Euro ein. Dabei geht es im Wesentlichen um die Fernbahntunnel zwischen Tiefbahnhof und Feuerbach sowie Bad Cannstatt.

Die ­ursprünglich für Ende 2011 angepeilte ­Auftragsvergabe hatte sich durch Preisverhandlungen verzögert. Von den Aufträgen profitieren auch zwei Baufirmen aus Stuttgart: Die Rohbauten für die zwei eingleisigen Tunnel nach Cannstatt werden von einer ­Bietergemeinschaft unter Leitung der Stuttgarter Baufirma Baresel errichtet; die ­Röhren nach Feuerbach von einer Bietergemeinschaft unter Leitung des Baukonzerns Hochtief.

50 Prozent des Gesamtauftragsvolumen vergeben

„Mit den Vergaben liegen wir im prognostizierten Kostenrahmen“, sagte Bahn-Infrastrukturvorstand Volker Kefer. Damit habe man das vor der Volksabstimmung im ­November 2011 angekündigte Vergabeziel erreicht.

Mit den jetzigen Aufträgen hat die Bahn nach eigener Darstellungen etwa 50 Prozent des Gesamtauftragsvolumen von Stuttgart 21 – und rund 90 Prozent der für ­Mehrkosten besonders anfälligen Tunnelbauwerke – vergeben. Die Kostensituation für das 4,1 Milliarden Euro teure ­Projekt habe sich nach Angaben von Kefer weiter stabilisiert.

Baubeginn für die Abschnitte 1.1 und 1.5 soll Anfang 2013 sein. Voraussetzung dafür ist aber – wie für alle weiteren Hauptbauarbeiten im Talkessel –, dass das sogenannte Grundwassermanagement einsatzbereit ist. Die Anlage steckt derzeit noch in Genehmigungsverfahren fest.

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