Gewalt in Stuttgart Schwerverletzte nach Massenschlägerei beim Milaneo

Von Wolf-Dieter Obst 

Großalarm für die Polizei in der Innenstadt: Zwei Gruppen gerieten am Freitag im Bereich der Stadtbahn-Haltestelle Stadtbibliothek beim Milaneo heftig aneinander. Dabei wurden auch Messer gezückt – es gab zahlreiche Verletzte.

Stuttgart - Eine Massenschlägerei zwischen zwei Gruppen hat am Freitag gegen 17 Uhr einen Großeinsatz der Polizei in der Innenstadt ausgelöst. Dabei flogen nicht nur Fäuste – bei der Auseinandersetzung wurden auch Messer gezückt. Noch Stunden nach der Tat hatte die Polizei keinen Überblick: „Es gibt zahlreiche Verletzte, die in verschiedenen Krankenhäusern untergebracht sind“, heißt es bei der Polizei.

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An der Auseinandersetzung sollen etwa 20 Personen beteiligt gewesen sein. Die Hintergründe waren zunächst unklar, „weil es auch sprachliche Verständigungsprobleme gibt“, so ein Polizeisprecher. Die Gruppen hätten aber nichts mit den kurdischen und türkischen Straßenbanden zu tun, die derzeit einen Bandenkrieg ausfechten. Zunächst hieß es, dass die Beteiligten „mutmaßlich arabischen Ursprungs“ seien. Dass sie mit der nahen Flüchtlingsunterkunft mit 600 Bewohnern in der Türlenstraße zu tun haben könnten, „können wir derzeit nicht ausschließen“, heißt es bei der Polizei am Abend.

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Mindestens ein Schwerverletzter muss in den OP

Nach ersten Erkenntnissen soll es mindestens einen Schwerverletzten geben, der nach Messerstichen in einem Krankenhaus operiert werden musste. Die Polizei musste mit einem Großaufgebot die Lage klären. Dabei mussten insgesamt 16 Streifenwagenbesatzungen ausrücken.

Die Bereich des Mailänder Platzes zwischen Stadtbibli0thek, Einkaufszentrum Milaneo und Stadtbahn-Haltestelle ist immer wieder Schauplatz von Gewaltdelikten. Nicht zuletzt auch deshalb hatte die Polizei im Januar 2016 das Sicherheitskonzept Stuttgart (SKS) entwickelt. Dabei ist regelmäßig eine Sondertruppe mit 20 bis 30 Beamten des Innenstadtreviers und der Einsatzhundertschaft an Brennpunkten der Innenstadt unterwegs.

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