Fressnapf-Post bei Facebook Futter vergiftet? Die Polizei ermittelt

Von Benjamin Bauer 

Der Screenshot einer Facebook-Meldung sorgt derzeit für Furore: Wurden im Namen von Fressnapf vergiftete Probepackungen mit Tiernahrung verschickt? Die Polizei Hamburg ermittelt.

Hamburg - Ein Unbekannter hat im Namen von Fressnapf im Raum Hamburg Probierpackungen mit Tiernahrung verschickt. Angeblich sollten sie vergiftet sein.

"Das ist schon eine skurrile Geschichte", sagte ein Sprecher der Polizei in Hamburg, die nun die Ermittlungen aufgenommen hat. Seinen Anfang habe alles Ende Februar genommen, als der Fressnapf Tiernahrungs GmbH in Hamburg mehrere solcher Proben als Rückläufer zugestellt wurden. Insgesamt bewege sich die Zahl der Proben im unteren zweistelligen Bereich, so der Polizeisprecher. Als Absender war Fressnapf angegeben - allerdings gab es die genannte Fressnapf-Filiale und die Adresse gar nicht. Auch die Personen, die als Empfänger angegeben waren, existieren laut Polizei nicht.

Fressnapf vernichtete laut Polizei die Probepackungen - was den Beamten nun die Ermittlungen erheblich erschwert. Ob die Packungen tatsächlich in irgendeiner Weise verunreinigt oder gar vergiftet waren, lässt sich nun nicht mehr feststellen. Eine Sprecherin von Fressnapf bestätigte lediglich, dass die Pakete angeliefert wurden. "Darauf, dass sie tatsächlich verunreinigt waren, gibt es keine Hinweise", hieß es. Für die Firma besteht trotzdem Handlungsbedarf - so sei das Versenden der Pakete im Namen von Fressnapf schon strafrechtlich relevant.

Nachdem der Post mit der Warnung, es gebe vergiftete Futterproben, im Netz die Runde machte, veröffentlichte Fressnapf am Mittwoch eine Stellungnahme. "Dieses Thema ist uns bereits bekannt und wird weiter verfolgt", hieß es. Sollte man ein Paket mit Futterproben und Fressnapf als Absender erhalten, das nicht bestellt worden sei, solle man die Proben in einem Fressnapf-Markt abgeben oder über Facebook eine private Nachricht an das Unternehmen schicken.

 

Liebe Community,uns erreichen zahlreiche Anfragen, ob an der Meldung zu Futterproben-Paketen, die im Namen von...

Posted by Fressnapf Deutschland on  Mittwoch, 2. März 2016

Wie die Polizei weiter vorgeht, ist derzeit noch nicht ganz klar. Die Beamten warnen allerdings vor Panikmache. Wer für den Ursprungspost mit der Warnung verantwortlich war, ist ebenfalls noch unklar.

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