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Baumfällarbeiten "Keine Räumung des Schlossgartens im Vorgriff"

Konstantin Schwarz, vom 04.01.2012 05:31 Uhr
Konfrontationen zwischen Polizei und Stuttgart-21-Gegnern hat es bereits wiederholt gegeben. Die nächste im Schlossgarten ist erst einmal auf Eis gelegt. Foto: dapd
Konfrontationen zwischen Polizei und Stuttgart-21-Gegnern hat es bereits wiederholt gegeben. Die nächste im Schlossgarten ist erst einmal auf Eis gelegt. Foto: dapd
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"Keine Räumung des Schlossgartens im Vorgriff"

Züfle gibt sich reserviert, in seiner Stimme klingt aber Verärgerung über die Informationspolitik der Bahn durch. "Ich bin nicht bereit, das Image der Stuttgarter Polizei zu gefährden", sagt er, "es wird von uns keine Räumung des Schlossgartens im Vorgriff geben." Die Polizei habe mit dem Einsatz Millionenausgaben zu verantworten. Er habe daher die Einsatzplanung für den Schlossgarten abgebrochen. Sie werde erst dann wieder aufgenommen, wenn die Bahn "belastbare Grundlagen" liefere.

Dazu zähle, dass das Eba das Fällverbot aufhebe, aber auch, dass die Bahn ihr eigenes Sicherheitskonzept offenlege. Dieses liege der Polizei trotz Anforderung nicht vor. Vom Fällverbot wisse die Bahn seit 15 Monaten, "es hätte von der Bahn schon vor einem Jahr abgewendet werden können", bilanziert Züfle. Die neue Einsatzplanung werde sicher länger als eine Woche in Anspruch nehmen, denn "Polizeikräfte anderer Bundesländer stehen nicht einfach auf Abruf parat", so der 55-jährige Polizeipräsident.

Beim Südflügel tätig werden

Sobald das Eba das Fällverbot aufhebt, könnte der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim einen Eilantrag gegen die Fällung stellen. Dies werde erwogen, sagt BUND-Landesgeschäftsführer Berthold Frieß. "Der Zeitplan der Bahn ist völlig unhaltbar, wir fordern ein geordnetes Verfahren", sagt Frieß. Der Naturschutzverband werde seine Meinung auch dem Innenminister mitteilen.

Anders als im Park darf die Bahn beim Südflügel des alten Bahnhofsgebäudes tätig werden. Dieser Teil des alten Hauptbahnhofs darf bereits seit dem 28. Januar 2005 abgerissen werden. Daran, so das Eba auf Anfrage, habe sich nichts geändert. "Unseres Wissens nach gibt es dort kleinere Probleme mit dem Artenschutz, die aber behebbar sind.

Abbruch kompliziert

Ein Polizeieinsatz für den Abbruch wäre rechtmäßig", so Thomas Züfle. Die Planungen liefen, so dass die Polizei am Montag, 9. Januar, "einsatzbereit" sei. Weil auch hier mehrere Tausend Polizisten rund um die Uhr im Einsatz sein könnten, hat die Polizei in Stuttgart und der Umgebung 500 Hotelbetten gebucht. Das ist teuer, auch weil am 14. Januar auf der Landesmesse die CMT beginnt und Hotels in dieser Zeit teils Messe-Aufschläge verlangen.

Die Polizei stellt sich beim Abriss des Südflügels auf Blockadeaktionen "und andere Verhinderungsaktionen" ein. Der Abbruch ist kompliziert, weil der Südflügel direkt an den Gleisen liegt, der Bahnbetrieb aber nicht eingeschränkt werden soll. Der Abbruch wird daher voraussichtlich einige Wochen dauern.

Kommentare (88)
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JAN
13
17:54 Uhr, geschrieben von Reini
War ja klar....
18:06 Uhr, Antwort für Jakutzi....Jakutzi, du bist der Prototyp eines Befürworters. Du verstehst nicht was andere schreiben, behauptest aber ständig sie hätten Unrecht! Du gehörst zu den Menschen die als Falschfahrer auf der Autobahn, andere für blöd erklären die ihnen entgegen kommen. Ich hoffe du verstehst was ich meine ;-)) In BaWü gibt es 7,6 Millionen Wahlberechtigte! Wäre KEINER zur Wahl gegangen hätten 100% gegen den Ausstieg des Landes bei der Finanzierung von S21gestimmt! Hier zählen alle Wahlberechtigte, obwohl sie nicht zur Wahl gehen! Sie zählen dann zu den NEIN-Stimmen Jakutzi, dass mit den 99,99% trifft auf die Befürworter zu, nicht auf die Gegner! Ich fürchte aber, dass du es immer noch nicht begreifst....
JAN
11
13:11 Uhr, geschrieben von bahnfan
Interessant...
...jakutzi, da scheinen Sie mal wieder mehr zu wissen als der Rest der Öffentlichkeit - sämtliche beim Tunnelbau auftretenden Mehrkosten haben also bei den vergebenen Verträgen die Firmen zu tragen? Tatsächlich? Woher wissen Sie das denn? Bisher war im Bahnbereich (und nicht nur dort) absolut üblich, dass bei Kostensteigerungen Nachverhandlungen mit folgenden Kostensteigerungen angesetzt werden... Ich freue mich über eine möglichst wenig polemische und fundiertere Antwort, sofern das für Sie machbar ist.
JAN
07
18:30 Uhr, geschrieben von Jakutzi
Sie irren Ritkla ............ und betreiben bewusst eine Strategie der Verhinderung und der Verschleuderung von Steuergeldern
Sie irren, Ritkla, ........... die Ausschreibungsergebnisse bestätigen bis jetzt durchweg die Richtigkeit der Kostenberechnung. .......... (Rund 90 Prozent der teuren Tunnel sind schon ausgeschrieben und vergeben.) .....Das Einzige, das derzeit noch zu großen Kostensteigerungen führen kann, sind die Klagen des BUND wegen Fledermäussen, dem Juchtkäfer und vor allem wegen der zu fällenden Bäume. ................... Da hier jahreszeitliche Beschränkungen zu beachten sind ....... (Bäume dürfen nur außerhalb der Vegetationsperiode gefällt werden) .............................. könnte es hier zu drastischen Verzögerungen kommen. Die Ursachen sind zum einen die Inflation und zum anderen laufenden Kosten für die beauftragen Bauunternehmen - die Gewehr bei Fuß stehen. ................... Wenn´s denn schlecht läuft könnten uns hier Kostensteigerungen von mehr als 100 Mio Euro erwarten. .......Und genau das ist ja auch die Strategie des BUND und anderer S21-Gegner. ....... Die Kostensteigerungen gingen dann freilich auf das Konto des BUND, ................................... der mit seinem Prozess - nach dem Volksentscheid - ja nur erreicht hat, dass er Prüfungen, die er schon mal in voller Breite vorgenommen hat und die schon entschieden sind,formal erneut vornehmen darf ........................ Und eine andere Entscheidung ist am Ende nicht zu erwarten. ............... Wenn es soweit kommt, werden viele Sie und andere S21-Gegner regelmäßig daran erinnern, ................. wer für die daraus resutlierenden Kostensteigerungen verantwortlich ist. .........................Darüber dürfen Sie sich dann nicht wundern.
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