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Angriff auf CDU-Kreisgeschäftsstelle Staatsschutz ermittelt wegen Farbattacke

Von Jürgen Bock 

Die CDU in Stuttgart hat unliebsamen Besuch bekommen. Foto: Stefan Kaufmann
Die CDU in Stuttgart hat unliebsamen Besuch bekommen.Foto: Stefan Kaufmann

Mehrere Dutzend Vermummte haben sich in der Silvesternacht vor der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Stuttgart versammelt. Dabei ist das Gebäude beschädigt worden. Nach einer Art Bekennerschreiben auf einer linken Internetseite ermittelt jetzt der Staatsschutz.

Stuttgart - Der Staatsschutz der Polizei ermittelt wegen einer Farbattacke auf die Stuttgarter CDU-Kreisgeschäftsstelle in der Leuschnerstraße. Die Partei hat Anzeige erstattet, nachdem Unbekannte in der Silvesternacht großflächig die Glasfront des Gebäudes beschmiert hatten – unter anderem mit Hammer und Sichel sowie dem Schriftzug „Fuck CDU“. Inzwischen sind auf einer Internetseite Fotos und Kommentare zu der Tat aufgetaucht.

Weil die Internetseite als „Sammelsurium für Gruppen aus dem linken Spektrum“ gelte, gebe es bisher noch keinen konkreten Verdacht, sagt ein Sprecher der Stuttgarter Polizei. Auf der Seite sind mehrere Fotos von der Aktion eingestellt. Darauf sind mehrere Dutzend Beteiligte zu sehen, die vermummt und mit bengalischen Feuern durch die Straßen ziehen. Vor sich her tragen sie ein Banner mit der Aufschrift „Bilanz 2015: Armut, Krieg, Rassismus – Kapitalismus abschaffen“. Nach der „Spontandemonstration“ samt kurzer Ansprache vor der CDU-Kreisgeschäftsstelle hätten es sich einige Aktivisten „im Anschluss nicht nehmen lassen, farbige Grüße am Gebäude anzubringen“, heißt es auf der Seite.

Stefan Kaufmann, Kreisvorsitzender der CDU, zeigt sich entsetzt über die Attacke: „Ich bin bestürzt, dass es in unserer Stadt zu so einem Akt der politisch-radikalen Gewalt kommt. Tun wir alles dafür, dass Radikalisierungstendenzen in unserer Demokratie keine Chance haben.“

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