Mercedes Benz

Wohnturm "Skyline" in Stuttgart Föll: Pendant zum Fernsehturm

Von Sven Hahn 

Die Geschichte um das Thema Hochhaus auf dem Pragsattel ist lang. Nun wächst der Skyline getaufte Turm der Bülow AG in den Himmel. Zudem naht die Fertigstellung des darunterliegenden Bürogebäudes.

Stuttgart - Das ist ein beeindruckendes Bauwerk“, sagte Stuttgarts Erster Bürgermeister Michael Föll (CDU) am Mittwoch. Das Gebäude, das er als „Pendant zum Fernsehturm“ bezeichnete ist der Skyline genannte Wohnturm auf der Prag, der inzwischen fast seine endgültige Höhe erreicht hat. Im Unterbau des Hochhauses, dem künftigen Sitz der Mercedes-Hausbank Daimler Financial Services (DFS), wurde nun Richtfest gefeiert.

 

Der Blick vom neuen Hochhaus am Pragsattel - genannt Skyline

Posted by Sven Hahn on Mittwoch, 23. März 2016

 

„Die Stadt ist nicht allein aus materiellen Gründen froh, dass Bülow hier baut“, sagte Föll. Es sei wichtig für die Stadt und den Finanzplatz Stuttgart, dass ein Akteur wie DFS sich am Standort erweitern könne, so der Finanzbürgermeister. Föll bezeichnete die aktuellen Bauaktivitäten auf dem Pragsattel als „Impuls für das Gebiet“. Neben dem Sitz von DFS und dem Wohnturm soll in direkter Nachbarschaft eines der größten Wohngebiete der Stadt realisiert werden – die 350 Wohnungen des Theaterviertels. Bislang haben nicht enden wollende Rechtsstreite um die Grundstücke einen Baustart allerdings verhindert.

1700 Mitarbeiter am Standort

Der z-förmige Bürokomplex befindet sich direkt an der Stresemannstraße und hat sechs Geschosse. „Wir brauchen diesen Platz, um zu wachsen“, erklärte Klaus Entenmann, der Vorsitzender des Vorstands der Daimler Financial Services AG. „Jeder zweite Mercedes wird über uns finanziert“, so Entenmann weiter. Mit 1700 Mitarbeitern am Standort zähle man 200 mehr als noch vor drei Jahren. Auf den 10 900 Quadratmetern des Skyline-Office genannten Bürotrakts sollen 600 Mitarbeiter Platz finden. „Das Gebäude wird zum Jahresende termingerecht fertiggestellt“, sagte Bauherr Horst Bülow. In Richtung der künftigen Nutzer sagte Bülow, die Verhandlungen über den Mietvertrag seien nicht ganz einfach, am Ende aber erfolgreich gewesen.

Mit der Phrase "Pendant zum Fernsehturm" spielte Finanzbürgermeister Föll mit Blick auf den Wohnturm auf die nicht ganz einfache Geschichte einer Hochhausplanung am Pragsattel an. Mit diesem Slogan wurden im Jahr 2001 die Pläne für den 220 Meter hohen Trump-Tower beworben, bevor diese Projekt einige Jahre später spektakulär aufgrund von nicht vorhandenen Mietern und Grundstücksstreitigkeiten noch lange vor Baubeginn endete.

Doch schon der später einmal 75 Meter hohe Wohnturm mit dem Namen Skyline-Living bietet einen imposanten Rundumblick. „Aktuell ist das 18. von 22 Stockwerken des Rohbaus fertiggestellt“, berichtete der Bauherr Horst Bülow beim Richtfest für den Bürokomplex am Mittwoch.

146 Mietwohnungen im Hochhaus

Das Hochhaus wird eine Bruttogeschossfläche von rund 12 800 Quadratmetern haben. Geplant sind 146 Mietwohnungen – darunter sogenannte Short-Stay-Apartments, also Wohnungen, die vorwiegend für einige Monate bewohnt werden. In den Stockwerken acht bis 21 befinden sich 72 Wohnungen von 54 bis 110 Quadratmeter Größe – im obersten Stockwerk gibt es zwei Penthouse-Wohnungen von jeweils 186 Quadratmetern. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2017 geplant.

Zu den späteren Mietpreisen oder den Baukosten wollte die Bülow AG beim Richtfest am Mittwoch keine Angaben machen. Zum Vergleich: die Kosten für das 61 Meter hohe Cloud No 7 im Europaviertel liegen bei mehr als 80 Millionen Euro.

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