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"Warme Worte" Mappus will CSD nicht grüßen

dpa/lsw, vom 20.05.2010 16:06 Uhr
Der Christopher Street Day in Stuttgart ist der größte in Südwestdeutschland. Foto: dpa
Der Christopher Street Day in Stuttgart ist der größte in Südwestdeutschland. Foto: dpa

Stuttgart - „Schön wär's“ lautet das Motto - und „...gewesen“ mögen die Organisatoren ergänzt haben: Das Grußwort zur Schwulen- und Lesben-Parade Christopher Street Day (CSD) bleibt auch unter dem neuen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) ein Politikum.

Kurz vor dem Drucktermin des Programmhefts hätte Mappus seinen Gruß verweigert und die Anfrage an das Sozialministerium weitergeleitet - von dort sei dann „lapidar“ eine Absage gekommen, teilten die Organisatoren am Donnerstag in Stuttgart mit. Vertreter der Grünen im Landtag und von den Jungen Liberalen kritisierten Mappus' Haltung. 

Um den vom Ausrichter „warme Worte“ genannten Brief gibt es seit Jahren Aufruhr. Von 2005 an hatte Ministerpräsident Günther Oettinger die Anfrage stets ans Sozialministerium weitergeleitet. Mappus hatte die Veranstaltung 2005 mit einem „frivolen, karnevalesken Zurschaustellen sexueller Neigungen“ gleichgesetzt.

Der Stuttgarter CSD ist der größte in Süddeutschland und findet vom 23. Juli bis 1. August statt. Die große Parade ist am 31. Juli.

 

Kommentare (8)
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MAI
22
08:55 Uhr, geschrieben von Heinz D. Trost
Kein Verlust
Ministerpräsident Mappus und seine trotz leerer, öffentlichen Kassen das sinnlose, von der Mehrheit des Volkes abgelehnte Projekt "Stuttgart 21" unterstützende CDU werden im Frühling 2011 eh vom Wähler mit Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt. Da macht es nichts, wenn Mappus dem CSD, bei dem ja nicht nur Schwule, Lesben, sondern auch alle wichtigen Parteien, sowie Abordnungen von Polizei , uns BDSM-Freunden und mehrere hunderttausend Zuschauer dabeisein werden, diese Viertelseite Text mit Unterschrift verweigert.
MAI
21
19:46 Uhr, geschrieben von Siegfried Mögle
Warme Worte
Schwule und Lesben sind sehr wohl politisch - Wahltag ist Zahltag! Es gibt nicht wenig Leute im Lande die baff die darüber erstaunt sind, dass das Land gar so rückschrittlich ist. Es ist grotesk beim Verheiratetenzuschlag für Beamte legt man Wert auf das Wort "verheiratet" aber für die Erfüllung der Unterhaltspflicht ist es egal ob verheiratet oder verpartnert. Wem nutzt die Geisteshaltung Mappus allen gestrigen recht zu geben - wir Schwulen und Lesben sind auch Bürger des Landes! Vielleicht ist Mappus am Ende gar Gott verlassen - schließlich hat er mit Gotteshilfe beschworen das Wohl aller Bürger des Landes zu befördern. Mappus würde staunen wenn sich alle Schwulen und Lesben des Landes aus der Verantwortung stehlen Siegfried Mögle
MAI
21
18:06 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
Wo ist das Problem?
Man kann Schwule und Lesben doch durchaus tolerieren, ohne gleich einen Hofknicks machen zu müssen wenn man dazu genötigt wird zu einer abgefahrenen Party Stellung zu nehmen und die Gruppierung zu hätscheln. Mach ich auch so, leben und leben lassen, die Homos in meinem Umfeld sind meist ganz nett, extrem nerven aber die Typen, die ja ach so wenig Akzeptanz erfahren und eine sooo schwere Zeit hatten und haben ... Bullshit! Sollen froh sein, dass die Zappelorgie noch genehmigt ist, andere Veranstalter haben da mehr Probleme ihre Events aufzuziehen.
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