Vorschlag von CDU-Politiker Eltern von Komasäufern zur Kasse bitten

dpa, 13.02.2013 10:40 Uhr
Angesichts einer hohen Zahl von Kindern und Jugendlichen, die sich bis zur Besinnungslosigkeit betrinken, werden in der CDU die Rufe nach härteren Maßnahmen gegen die Eltern laut.

Düsseldorf - Angesichts einer hohen Zahl von Kindern und Jugendlichen, die sich bis zur Besinnungslosigkeit betrinken, werden in der CDU die Rufe nach härteren Maßnahmen gegen die Eltern laut.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), forderte in der „Rheinischen Post“ eine stärkere finanzielle Beteiligung solcher Eltern. „Die stark steigende Zahl jugendlicher Komatrinker, die in deutschen Krankenhäusern eingeliefert werden, ist nicht hinnehmbar“, sagte Spahn. Dadurch werde unnötig Personal und Geld im Gesundheitswesen gebunden.

„Man sollte die Eltern pauschal mit 100 Euro an den Behandlungskosten beteiligen, um sie an ihre Verantwortung zu erinnern.“ Nach Spahns Vorstellungen könnte dieser Betrag direkt an die Krankenkassen gezahlt werden.

 
 
Kommentare (4)
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Kein Populist Ist schon länger als 1 Jahr her
Selten so einen populistischen Quatsch gelesen, leider auch in den bisherigen Kommentaren. Unbestritten dürfte sein, dass Eltern die Kinder nicht ständig unter Kontrolle halten können. Die Gründe für ein 'Komatrinken' sind zudem vielfältig, im Vorfeld für die Eltern sicherlich nicht immer erkennbar. Die Beteiligung an den Kosten der Heilbehandlung öffnet zudem in gefährlicher Weise ein Einfallstor für die Überbürdung weiterer Kosten. Müssen Eltern von Jugendlichen, die wegen anderer Drogen, waghalsigem Freizeitverhalten, Selbstmordversuchen etc. in ein Krankenhaus eingeliefert werden dann zukünfig ebenfalls eine Beteiligung leisten. Und was passiert wenn Freunde des 'Komatrinkers' diesen nicht in das Krankenhaus einliefern lassen um keine 100,- EUR Gebühr zu verursachen und der Trinker in der Folge stirbt? Darüber sollte man sich Gedanken machen, anstatt in bester Stammtischmanier nur beim Geldbeutel anzusetzen.
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sonnenkind Ist schon länger als 1 Jahr her
Dafür bin ich schon längst ! Nur sind 100 Euro viel zu wenig! ! Die Erziehungsberechtigten sollte den gesamten Einsatz bezahlen müssen, oder sogar die Komatrinker selber, vielleicht geht es - leider wie immer - nur über den Geldbeutel, um solchen sinnlosen Freizeitbeschäftigungen endlich einen Riegel vorzuschieben. Mir tun die Menschen leid, die solche Komasäufer behandeln müssen! Es ist eine ZUMUTUNG ! ! ! Respekt vor diesen Helfern! Alkohol ist die Volksdroge Nr. 1 und sollte möglichst gemieden werden! Ohne geht es viel besser und man hat immer einen klaren Kopf! Nur unsere Partygesellschaft mag das nicht hören.... Schade ! In diesem Sinne allen einen angenehmen Aschermittwoch
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Pfeifff euch was Ist schon länger als 1 Jahr her
... das in Regress nehmen der momentan in Berlin regierenden Koalition für den teuren Mist (Praxisgebühr, Schäubles Versuch die Krankenkassenüberschüsse sich einzuvernehmen, ...) den die Herrschaften Politiker bei dem den deutschen Steuerzahler das Geld abgezockt haben und weiterhin verzocken. Ich bin einmal gespannt, wer für die Kosten für BER und S21 geradesteht. Bestimmt nicht die Politiker, Planer und Unternhemer, die sich bereits die Kohle in die Taschen gesteckt haben. Solange Verantwortung von oben nach unten gereicht wird, ist das nicht die Politik, die ich mir vorstelle. Falls Weingeschenke betrachtet werden, als das, was sie sind, eine Geste der Wertschätzung, dann freue ich mich nicht darüber. Solange im Bundestag besoffene MdB´s, MdL´s in der 'Bütt' stehen, sollten vor allem die CDU- (Schockenhoff, ...) und fdpler (Kleinert, Heidel, ...) die Klappe halten; Porfilierungssucht kann nämlich auch zu demokratischen Ausfällen führen.
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Mutti aus Vaihingen Ist schon länger als 1 Jahr her
Ich habe den Eindruck, dass viele Eltern das Alkoholproblem bagatellisieren. Ähnlich wie vor ca. 10 Jahren, als das Kiffen unter den Jugendlichen weit verbreitet war und ich oft von Eltern hören musste: 'Och, wir haben auch schon mal auf ner Party einen Joint geraucht, das gehört halt dazu.' -dabei wurde übersehen, dass der THC-Gehalt mancher Neuzüchtungen um ein Mehrfaches über dem lag, was Papi sich vielleicht mal vor Jahrzehnten auf der Fensterbank gezogen hatte. Ähnlich verhält es sich heute: War ich als Studentin noch mit Bier und Wein zufrieden (und das ist nun mehr als 13 Jahre her), muss es bei den Schülern heute gleich Wodka oder Schnaps sein, und zwar flaschenweise. Den Eltern über den Geldbeutel vor Augen führen, was die Kinder so treiben, weckt die einen oder anderen sicherlich und hoffentlich auf! Ich persönlich würde mir das Geld in irgendeiner Art und Weise dann wieder von den Kindern holen (Taschengeldsperre o.ä.) und dann wäre doch ein doppelter Lerneffekt da. (PS: Ich bin übrigens keine CDU-Wählerin :-) )
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