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VfB Stuttgart Ibisevic sucht noch die Orientierung

Thomas Näher, vom 31.01.2012 04:58 Uhr
Trauriger Einstand: Vedad Ibisevic in seinem ersten Spiel den VfB Stuttgart Foto: Pressefoto Baumann
Trauriger Einstand: Vedad Ibisevic in seinem ersten Spiel den VfB Stuttgart Foto: Pressefoto Baumann
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Stuttgart - Es lässt sich nicht unbedingt behaupten, der neue Mann sei schon so richtig beim VfB Stuttgart angekommen. Vielleicht wäre das ja auch zu viel verlangt – nach einer halben Woche und gerade einmal vier Trainingseinheiten seit seinem Transfer. Jedenfalls hat Vedad Ibisevic am Sonntagabend nach dem 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach zielstrebig das Weite gesucht und prompt den falschen Ausgang erwischt – dort, wo keine Journalisten standen. Dabei wollten die doch dringend von ihm hören, wie das denn nun gewesen sei bei der krachenden Niederlage zu seinem Einstand.

Das holte er dann tags darauf nach. „Ich hatte mir vorgenommen, viel zu laufen, mich viel zu bewegen“, sagte Ibisevic (27). Irgendwie ist ihm dabei die Orientierung verloren gegangen – wie später im Kabinengang. Schließlich hat der VfB den Stürmer nicht als Jogger von 1899 Hoffenheim geholt, sondern als treffsicheren Torjäger. Da musste Ibisevic aber passen. Was nicht in erster Linie an ihm lag, wie zwei ehemalige Stürmer bestätigten: Die Bindung an die neuen Mitspieler und die Automatismen fehlten noch.

„Dieses Spiel war nicht einfach für ihn. Er wurde selten in Szene gesetzt“, sagte Sportdirektor Fredi Bobic. „Es kamen wenige klare Flanken auf ihn, die braucht Vedad aber“, sagte Trainer Bruno Labbadia.

Ibisevic spürt Unsicherheit der Mannschaft

Ibisevic gab den tapferen Ritter, dankte der Mannschaft für die herzliche Aufnahme („Ich fühle mich wohl hier, alle haben es mir einfach gemacht“) und bescheinigte ihr „sehr viel Qualität und Potenzial“. Zu sehen war beides gegen die cleveren Gladbacher nicht unbedingt, wie dann auch Ibisevic einräumte: „Man spürt eine gewisse Unsicherheit in der Mannschaft. Das ist aber normal, wenn man so lange nicht mehr gewonnen hat. Wir dürfen nur nicht die Geduld verlieren.“

Das ist einfacher gesagt als getan. Elf der 26 Gegentore hat der VfB durch Standardsituationen kassiert, „und auch beim 0:1 haben wir Gladbach in die Karten gespielt“, sagte Ibisevic. William Kvist hatte nicht aufgepasst und die Zuordnung nicht eingehalten, schon war es passiert. „Und gegen eine Mannschaft, die so kompakt steht und auf Konter lauert, ist es dann unheimlich schwer, das Spiel umzubiegen“, weiß Ibisevic.

Der Blick auf die Tabelle ist alles andere als erfreulich. „Zurzeit sieht es nicht gut aus“, sagt Ibisevic. Dass sich das rasch ändert, liegt jetzt nicht zuletzt auch an ihm.

Kommentare (11)
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FEB
01
15:34 Uhr, geschrieben von Fritle
Steilpass!!!!!!!!
Warum versucht man es immer die kompletten 90min über außen mit Flanken die immer wieder im Niemandsland landen? Ein Ibisevic läuft sich 90min an der Strafraumgrenze die Hacken ab... es ist aber keiner da der auch mal den riskanten Pass aus dem Mittelfeld direkt nach vorne in die Spitze (zu ihm) spielt... Unverständlich! Forza VfB!
JAN
31
22:53 Uhr, geschrieben von WIR
@ schwabe
Ich gebe dir recht. Am Ibisevic braucht man diese Niederlage in keinster Weise festmachen. Nur den Kuzmanovic als so furchtbar schlecht hinzustellen, ist dann doch etwas unfair und aus der Luft gegriffen. Am Sonntag hat er bis zur Halbzeit 6,04 km zurückgelegt. Das ist mit anderen Verein/ Spielern verglichen zur Halbzeit ein ganz guter Wert (Okazaki lief z.B. in der 2. Halbzeit "nur" 5,9 km. Also lauffaul passt schonmal nicht. Dass er nicht schnell nach vorne spielt: richtig! Auch ich halte dieses Verhalten (der ganzen Mannschaft) für falsch und den Grund für den aktuellen Misserfolg. Mir scheint es vielmehr so, als ob das die aktuelle Vorgabe von BL ist. Kuz war noch nie der schnellste im Spielaufbau und Direktpass, aber so schlimm wie am So hab ich es noch nie gesehen. Kuzmanovic war bis zum 13 Spieltag Stammspieler und in allen Spielen dabei (2 Spiele nicht, verletzt) und da stand unser VfB auf Platz 6 und war noch recht gut im Geschäft. Letzte Saison als Zentraler Mittelfeldspieler 9 Tore in 32 Spielen (wieviel hatten den die Stürmer) und über ihn hat keiner gemeckert. Und zum Thema die Jugend/ jüngeren Spieler müssen ran: Kuz ist kein Rentner, der Junge ist 24 (nicht mal 2 Jahre älter als Schieber). Mein Fazit: Taktik ändern, Kuz ggf. Bedenkzeit auf der Bank: ja, aber Loswerden: nein!
JAN
31
15:41 Uhr, geschrieben von Andreas S.
wieso nicht Ballack !?
für eine Saison zumindest hätten wir ein erfahrenes Zugpferd, der auch wirklich unsere Stürmer bedienen kann. Ich denke treffen können alle, auch Progrbnyak, Cacau und unser Ex-Marica, nur sind sie eben nicht bedient worden, seit Sami weg ist.
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