Tourismus in Baden-Württemberg Land überarbeitet sein Tourismuskonzept

Von Nils Mayer 

Rund 8500 Kilometer   Radwege sind in der Ferienregion Schwarzwald ausgeschildert. Foto: Christoph Eberle/Schwarzwaldtourismus
Rund 8500 Kilometer Radwege sind in der Ferienregion Schwarzwald ausgeschildert. Foto: Christoph Eberle/Schwarzwaldtourismus

Der Tourismus in Baden-Württemberg boomt. Der dafür zuständige Minister Guido Wolf (CDU) will die Erfolgsgeschichte mit 52 Millionen Übernachtungen pro Jahr fortschreiben und gemeinsam mit allen wesentlichen Akteuren eine neue Konzeption erarbeiten.

Stuttgart - Das Land will sein Tourismuskonzept innerhalb der nächsten eineinhalb Jahren grundlegend weiterentwickeln – unter Beteiligung der wichtigsten Fremdenverkehrsakteure aus Baden-Württemberg. „Es sollen alle an einen Tisch und gemeinsam die besten Ideen für eine Weiterentwicklung des erfolgreichen Tourismus im Land erarbeiten“, sagte Tourismusminister Guido Wolf (CDU) unserer Zeitung. Er erwarte sich einen „offenen und gewinnbringenden Dialog“.

Nach Angaben seines Ressorts geht es im Oktober dieses Jahres los. Bis Juni 2018 soll die Projektgruppe Ideen und Vorschläge erarbeiten, die im Herbst 2018 im Tourismusbeirat und in den betroffenen Landtagsausschüssen beraten werden sollen. Der Zeitplan sieht vor, dass das grün-schwarze Kabinett die endgültigen tourismuspolitischen Leitlinien für die kommenden Jahre dann im Dezember 2018 verabschiedet.

Das alte Konzept stammt aus dem Jahr 2009

Eine Tourismusberatungsagentur, die derzeit über einen Wettbewerb gesucht wird, soll den Prozess begleiten. Wolf sagte, dass man insbesondere auch einen Blick auf die Digitalisierung werfen müsse. Das bisherige Konzept aus dem Jahr 2009 berücksichtigt den digitalen Aspekt noch nicht.

Zu den Teilnehmern der Projektgruppe gehören Vertreter vom Tourismusverband, dem Heilbäderverband, dem Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), der Naturparke und Biosphärengebiete, der Landesarbeitsgemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof“, dem Verband der Campingplatzunternehmer, der IHK Nordschwarzwald, mehreren regionalen Tourismusorganisationen und den Kommunalen Spitzenverbänden. Je nach Thema soll zudem das betroffene Ministerium hinzugezogen werden.

Laut Ministerium hängen vom Tourismus in Baden-Württemberg mittlerweile 330 000 Arbeitsplätze ab – Tendenz steigend. „Der Tourismus im Land hat mittlerweile eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung“, betonte Wolf. Das werde von vielen allerdings unterschätzt. Umso wichtiger sei es, die Erfolgsgeschichte mit mehr als 52 Millionen Übernachtungen pro Jahr fortzuschreiben.

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