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Tanzmode Let’s dance, aber in den richtigen Klamotten

Von Martin Haar 

Tanzmode bei den German Open Championsships Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Tanzmode bei den German Open ChampionsshipsFoto: Lichtgut/Leif Piechowski

Tanzbar, tragbar, wunderbar. Wenn diese drei Faktoren erfüllt sind, kann es losgehen. Dann sind Tänzer für den großen Auftritt gerüstet. Aber es geht auch eine Spur kleiner. Auch für Hobbytänzer gibt es das passende Outfit. Ein kleiner Überblick.

Stuttgart - Oft ist der Schein wichtiger als das Sein. Aber es gibt auch Situationen, da muss der Schein einfach sein. Es gibt dem Ganzen das gewisse Etwas. Beim Tanzen etwa. Wenn die Elite der Tänzer, so wie zuletzt in der Liederhalle bei den German Open Championships übers Parkett schwebt, wäre das Wort aufgebrezelt eine linde Untertreibung.

Falsche Wimpern, falsche Bräune, gefärbte Haare sind das Mindeste. Gewagte Kleider geben dem ganzen Auftritt den letzten Kick. „Die Mode ist im Tanzsport ganz wichtig“, sagt Spitzenathletin Nina Bezzubova, „sie gibt einem Tänzer die persönliche Note. Manche lassen sich ihre Kleider von Designern sogar auf den Leib schneidern.“

Wer hat, der hat. Und wer nicht so viel hat, muss dennoch nicht auf passende Tanzmode verzichten. Selbst für Amateur- und Hobbytänzer gibt es ein breites Angebot. Entweder von der Stange – oder nach Maß. sogar Fräcke nach Maß bietet Wladislaw Lalafarjan an. Einziges Handicap. Um Maß zu nehmen, muss der Kunde zu ihm nach Rodgau fahren. In 25 Arbeitsstunden schneidert er den Tänzern dann für 1550 Euro einen Frack auf den Leib. „Natürlich machen wir auch andere Tanzmode“, sagt der Maestro. Wer’s günstiger will, könne auch in seinem Onlineshop bestellen. „Wir haben 2500 Produkte“, sagt er stolz und fügt hinzu: „Wir sind keine Händler, sondern Hersteller.“

Wichtigstes Kaufkriterium: Man muss sich wohlfühlen

Sein Kollege Marian Zofcin, auch ein Meister der Herren-Tanzmode (www.very-zofcin.com), erklärt, worauf beim Kauf zu achten ist: „Generell gilt: „Man muss sich wohlfühlen, es muss funktional sein und gut aussehen.“ Bei Männern müsse „die Hose wie vor 60 Jahren auch sitzen“. Das sei eine zeitlose Vorgabe. Wer aber etwas moderner auftreten wolle, bei dem dürfe es am Hintern auch kackiger sitzen.

Und was ist in der Damenwelt angesagt? „Strass und Netz“, sagt Wladislaw Lalafarjan und zeigt auf ein rosa Kleid. Neu kostet es 1700 Euro, getragen 1200 Euro. „Es ist mit Swarovski-Steinen besetzt“, erklärt Wladislaw Lalafarjan den hohen Preis. Aber er macht’s auch günstiger: Die Lila-Variante ohne Steinchen gibt es schon für 130 Euro in seinem Onlineshop (www.lalafarjan.de).

Als Geheimtipp in der Tanzwelt gilt Lydia Dihlmann-Weisser. Nicht nur wegen ihrer vergleichsweise günstigen Preise. Ihre Kleider unter dem Label Maly (www.maly-design.com) seien „immer sexy, aber auch elegant“. Gerade für Hobbytänzer sind die Entwürfe von Maly eine gute Alternative. Alle Kleider, Röcke oder Oberteile lassen sich auch zu anderen Anlässen tragen. „Dieses Kleid“, sagt Lydia Dihlmann-Weisser und zeigt auf ein blaues Modell, „kann ich mir auch gut im Sommer zu Flip-Flops vorstellen.“ Preis des blauen Universal-Kleides: 119 Euro.

Wer selbst schneidern will, kauft Stoffe bei Edda Hsu

Wer es noch günstiger, vielleicht auch ein Stück individueller möchte, muss selbst an die Nähmaschine sitzen. Die passende Stoffe zu Tanzkleidern liefert Edda Hsu (www.edda-hsu.de). „Wir haben uns auf Materialien für den Tanzsport spezialisiert“, sagt Edda Hsu. Ihr 60-seitiger Katalog unterstreicht das. Sie hat fast alle Farben, Muster und Stoffe im Programm.

Wem die Bestellerei im Internet gar nicht liegt, der hat auch in Stuttgart die Möglichkeit Tanzmode zu verkaufen. Gabriele Lutz (am Olgaeck) verkauft seit 1972 alles rund um den Tanz. „Wir bilden in unserem Sortiment alles ab, was der Profi und der Amateur braucht“, sagt Tochter Anja Lutz.

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Verblasste Schilder in Plieningen Farbenflucht und Buchstabensalat

Von 31. Mai 2016 - 7:40 Uhr

An der Filderhauptstraße in Plieningen fristen ein paar Verkehrsschilder ein trauriges Dasein. Sie verblassen zusehends. Der Stadt sind sie – oh Wunder – noch nicht aufgefallen.