Takata-Airbags in den USA Daimler ruft 840.000 Fahrzeuge zurück

Von red/dpa 

Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche muss in den USA 840 000 Fahrzeuge aufgrund fehlerhafter Airbags  der Firma Takata zurückrufen lassen. Foto: Archiv/AP
Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche muss in den USA 840 000 Fahrzeuge aufgrund fehlerhafter Airbags der Firma Takata zurückrufen lassen.Foto: Archiv/AP

Möglicherweise defekte Airbags des Herstellers Takata sorgen nun auch bei Daimler zu einer Rückrufaktion: 840.000 Fahrzeuge in den USA sind davon betroffen.

Stuttgart - Der Autobauer Daimler ist stark von der jüngsten Ausweitung des Debakels um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata in den USA betroffen. Der deutsche Autobauer teilte am Dienstag mit, 705 000 Mercedes-Benz Pkw und rund 136 000 Daimler Vans vorsorglich in die Werkstätten zu beordern.

Mögliche Defekte

Das entspricht mehr als dem Doppelten des letzten US-Jahresabsatzes der Stuttgarter. Die US-Verkehrsaufsicht hatte Daimler zuvor darüber informiert, dass der Behörde mögliche Defekte gemeldet worden seien.

Mit den Airbags von Takata gibt es schon lange Probleme. Sie können wegen technischer Mängel unvermittelt auslösen und so eine regelrechte Explosion verursachen, bei der Teile der Verkleidung durch den Innenraum des Fahrzeugs geschleudert werden.

Mindestens zehn Todesfälle

US-Ermittler gehen von mindestens zehn Todesfällen im Zusammenhang mit dem Defekt aus. Daimler teilte außerdem mit, Rückstellungen für den Rückruf gebildet zu haben, die das Konzernergebnis 2015 um 340 Millionen auf 8,7 Milliarden Euro schmälern.

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