Südwest-CDU Schäuble voraussichtlich wieder Spitzenkandidat

Von dpa/lsw 

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gibt am 21. März 2012 eine Pressekonferenz in Berlin. Die Südwest-CDU zieht voraussichtlich wieder mit Schäuble in den Wahlkampf. Foto: dpa
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gibt am 21. März 2012 eine Pressekonferenz in Berlin. Die Südwest-CDU zieht voraussichtlich wieder mit Schäuble in den Wahlkampf.Foto: dpa

Thomas Strobl hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble für den ersten Platz der Landesliste vorgeschlagen. Auf den zweiten Platz soll Annette Schavan kommen. Mit dem Listenplatz wolle die CDU zeigen, dass sie zu Schavan stehe, sagte CDU-Landeschef Strobl.

Stuttgart - Die Südwest-CDU zieht voraussichtlich wieder mit Wolfgang Schäuble als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf. Auf den zweiten Platz soll Annette Schavan (CDU) kommen, die kürzlich in der Plagiatsaffäre als Bundesbildungsministerin zurückgetreten war. Das erklärte CDU-Landeschef Thomas Strobl am Montag in Stuttgart nach einer Präsidiums- und Vorstandssitzung.

Bundesfinanzminister Schäuble sei ein sehr bekannter und respektierter Politiker, erklärte Strobl. Und mit dem zweiten Listenplatz für Schavan wolle die CDU zeigen, dass sie trotz der juristischen Auseinandersetzung um den Doktortitel zu der Politikerin stehe. Die Arbeit von Schavan als Bundesministerin sei anerkannt. Auch sei sie vielen Bürgern noch als Kultusministerin im Südwesten in Erinnerung. Schon 2009 stand Schavan auf Platz zwei der Liste.

Parteitag am 27. April in Fellbach

Der Parteitag soll die Landesliste offiziell am 27. April in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) beschließen. Für die Partei ist sie aber untergeordneter Bedeutung: 2009 waren alle 37 CDU-Politiker aus dem Südwesten über ein Direktmandat in den Bundestag gekommen - auch Schavan über ihren Wahlkreis Ulm.

Auf Listenplatz drei kommt wohl Unions-Bundestagsfraktionschef Volker Kauder. Für den vierten Platz ist die Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz, vorgesehen. Strobl selbst will auf dem fünften Platz antreten.

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