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Stuttgarter Stadtzentrum Verwaltung will neue Fußgängerzone

Von Josef Schunder 

Die Markstraße soll wie die anschließende Münzstraße in einigen Jahren Fußgängerzone sein Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Die Markstraße soll wie die anschließende Münzstraße in einigen Jahren Fußgängerzone seinFoto: Lichtgut/Leif Piechowski

Rund um den Marktplatz und das neue Dorotheenquartier soll Stuttgart hübscher, belebter und urbaner werden. Die Stadtverwaltung plant eine neue Fußgängerzone und neue Verkehrsführungen. Das kommt im Gefolge von großen Bauprojekten, die das Stadtzentrum aufwerten sollen.

Stuttgart - Rund ums Stuttgarter Rathaus werden mehr als 250 Millionen Euro in Neubauten investiert, die das Stadtbild verändern, zum Beispiel das Dorotheenquartier. Im Gefolge davon muss auch das Umfeld angepasst werden, meint die Stadtverwaltung. Deshalb hat sie am Dienstag den Stadträten Ideen präsentiert, deren ­Umsetzung auch Kosten in niedriger Millionenhöhe nach sich ziehen dürfte. Zwischen dem Karlsplatz und dem Marktplatz sowie der Eberhardstraße möchten die städtischen Verkehrsplaner eine weitere Fußgängerzone schaffen.

Dass dafür auch der Taxistandplatz am Marktplatz weichen soll, schmeckte den Freien Wählern und der FDP im Umwelt- und Technik-Ausschuss des Gemeinderats gar nicht. Nicht alle könnten zu Fuß und mit dem Fahrrad mobil sein, meinte die FDP, der Taxistandplatz sei für die Besucher der Veranstaltungen auf dem Marktplatz ideal gelegen. Doch für Städtebaubürgermeister Peter Pätzold (Grüne) geht es da um eine Grundsatzfrage, wie man es mit der Belebung des öffentlichen Raumes hält.

Zufahrt zur Rathausgarage soll auch geändert werden

Als am Marktplatz ein beliebtes Café seine Pforten geschlossen habe, sei der Ruf laut gewesen, dass die Stadtverwaltung sich für neue Gastronomie einsetzen solle, sagte Pätzold. Jetzt habe die Firma Breuninger vor, neben dem Marktplatz mittelfristig ein Café einzurichten. Wer nun um Taxistandplätze zwischen dem Marktplatz und der geplanten Außengastronomie kämpfe, dem könne es nicht ernst sein mit der Stadtbelebung, meinte Pätzold.

Die Verwaltung plant aber nicht nur eine neue Fußgängerzone. Sie will die Eber­hardstraße zwischen dem Hegelhaus und Breuninger zur Einbahnstraße machen. Die Tiefgarage, die in einem Ersatzbau für die ehemalige Rathausgarage entsteht, soll künftig auf kürzerem Weg von der B 14 zu erreichen sein. Dafür möchte die Verwaltung die Dornstraße wieder komplett öffnen, die zurzeit nur Einbahnstraße ist und an deren Rand die Polizei Dienstfahrzeuge parkt.

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